Biathlon-Weltcup Hochfilzen 2009: Besucher-Rekord und "Super-Svendsen"
Nadine Gärtner am 15.12.2008 - 09:08 Uhr

Ins Pillerseetal strömten mehr Zuschauer als je zuvor, um ihre Favoriten beim zweiten Biathlon-Weltcup des Winters anzufeuern. Mit 10.700 Fans feierte das österreichische Biathlon-Mekka am Sonntag Besucher-Rekord.
Wetter spielte (meist) mit
Mit optimalen Schneebedingungen und winterlichen Temperaturen begann das erste der beiden Weltcup-Wochenenden von Hochfilzen. Am Staffeltag zog jedoch eine Föhnwetterlage über den Alpen auf, die auch vor Hochfilzen nicht Halt machte. Der Föhn brachte wärmere Temperaturen - und vor allem Wind, der den größten Teil des Wochenendes die Rennen mehr oder weniger stark beeinflusste.
Svendsen in überragender Form
Zu Saisonbeginn befindet sich der Norweger Emil Svendsen in beeindruckender Form. Im Sprint und in der Verfolgung dominierte der 23-jährige "Super-Svendsen" mit zwei Siegen scheinbar nach Belieben und auch in der Staffel rettete er seinem Team noch den vierten Rang. Im Sprint am Freitag konnte dem Trondheimer nur der Russe Ivan Tcherezov einigermaßen folgen, Svendsens Teamkollege Alexander Os konnte als Dritter ebenfall erneut aufhorchen lassen. Auch Ole Einar Bjørndalen scheint sich nach seiner Erkrankung zu Saisonbeginn seiner Bestform immer mehr anzunähern: Nach einer tollen Aufholjagd konnte er sich noch auf den zweiten Rang hinter seinem momentan unschlagbaren Teamkollegen schieben. Tomasz Sikora, der wie schon im Sprint die Laufbestzeit setzte, musste sich im Zielsprint knapp geschlagen geben. Die Staffel war durch die Wetterlage von vielen Schießfehlern und einigen Überraschungen geprägt. Am Ende setzte sich das russische Quartett ungefährdet gegenüber den Österreichern durch, die Ukrainer kamen als Dritte in die Wertung.
Deutsche Damen mit Einzelsiegen
Während das Wochenende bei den deutschen Herren nicht so gut wie erhofft verlief und Michael Greis als Achter und Siebter noch die besten DSV-Egebnisse einlief, ging es bei den Damen deutlich besser. Mit traditionell großem Erwartungsdruck gingen die deutschen Skijägerinnen in die Rennen von Hochfilzen. Diesem Druck konnte die 29-jährige Simone Hauswald mehr als gerecht werden, die aus dem Nichts ihren ersten Weltcupsieg überhaupt ergatterte und Svetlana Sleptsova und Andrea Henkel auf die Plätze verwies. Auch in der Verfolgung gab es einen deutschen Sieg zu verzeichnen: Nach einer Aufholjagd par excellence stand wie schon im Jagdrennen von Östersund Martina Beck ganz oben auf dem Podest und verhinderte den ersten Saisonsieg Sleptsovas. Simone Hauswald wusste als Dritte erneut zu überzeugen. Weniger gut lief es dann in der sonntäglichen Staffel, wo die deutsche Mannschaft lange auf dem Silberrang lag, dann aber nach zwei Strafrunden von Schlussläuferin Kati Wilhelm mit dem vierten Rang vorlieb nehmen musste. Der Sieg ging an die diesmal unschlagbaren Russinnen, die der Siegesserie der Deutschen ein Ende setzten, vor Norwegen und Frankreich. Während die DSV-Damen als Vierte noch Schadensbegrenzung betrieben, enttäuschte die Herren völlig. Nach insgesamt desolater Leistung und drei Strafrunden von Daniel Graf schlossen die Herren als enttäuschende Neunte ab.
Magdalena Neuner als Biathletin der Saison 2007/2008 geehrt
Lena Neuner war die Überfliegerin des vergangenen Winters mit drei weiteren WM-Titeln in Östersund und dem Gewinn des Gesamtweltcups. Wenig überraschend wurde die 21-Jährige von den nordischen Sportjournalisten des Forum Nordicum zur "Athletin des Winter 2007/08" gewählt. FN-Koordinator Uwe Jentzsch überreichte Neuner am Freitagabend bei der stimmungsvollen Siegerehrung die kostbare Kristall-Trophäe. Neuner hatte von Journalisten aus zwölf Nationen insgesamt 476 Stimmen erhalten, auf die beiden Norweger Ole Einar Bjørndalen und Emil Svendsen entfielen 375 und 206 Stimmen, Andrea Henkel bekam noch 150 Stimmen.
Reisestress entfällt - nächster Stopp: wieder Hochfilzen
Schon frühzeitig war zur Freude der Aktiven klar: Diesmal entfällt der Reisestress. Grund dafür ist der Baustopp im neuen Biathlon-Stadion auf der Pokljuka im slowenischen Bled, so dass Hochfilzen frühzeitig als Ersatzausrichter benannt wurde.
Wetter spielte (meist) mit
Mit optimalen Schneebedingungen und winterlichen Temperaturen begann das erste der beiden Weltcup-Wochenenden von Hochfilzen. Am Staffeltag zog jedoch eine Föhnwetterlage über den Alpen auf, die auch vor Hochfilzen nicht Halt machte. Der Föhn brachte wärmere Temperaturen - und vor allem Wind, der den größten Teil des Wochenendes die Rennen mehr oder weniger stark beeinflusste.
Svendsen in überragender Form
Zu Saisonbeginn befindet sich der Norweger Emil Svendsen in beeindruckender Form. Im Sprint und in der Verfolgung dominierte der 23-jährige "Super-Svendsen" mit zwei Siegen scheinbar nach Belieben und auch in der Staffel rettete er seinem Team noch den vierten Rang. Im Sprint am Freitag konnte dem Trondheimer nur der Russe Ivan Tcherezov einigermaßen folgen, Svendsens Teamkollege Alexander Os konnte als Dritter ebenfall erneut aufhorchen lassen. Auch Ole Einar Bjørndalen scheint sich nach seiner Erkrankung zu Saisonbeginn seiner Bestform immer mehr anzunähern: Nach einer tollen Aufholjagd konnte er sich noch auf den zweiten Rang hinter seinem momentan unschlagbaren Teamkollegen schieben. Tomasz Sikora, der wie schon im Sprint die Laufbestzeit setzte, musste sich im Zielsprint knapp geschlagen geben. Die Staffel war durch die Wetterlage von vielen Schießfehlern und einigen Überraschungen geprägt. Am Ende setzte sich das russische Quartett ungefährdet gegenüber den Österreichern durch, die Ukrainer kamen als Dritte in die Wertung.
Deutsche Damen mit Einzelsiegen
Während das Wochenende bei den deutschen Herren nicht so gut wie erhofft verlief und Michael Greis als Achter und Siebter noch die besten DSV-Egebnisse einlief, ging es bei den Damen deutlich besser. Mit traditionell großem Erwartungsdruck gingen die deutschen Skijägerinnen in die Rennen von Hochfilzen. Diesem Druck konnte die 29-jährige Simone Hauswald mehr als gerecht werden, die aus dem Nichts ihren ersten Weltcupsieg überhaupt ergatterte und Svetlana Sleptsova und Andrea Henkel auf die Plätze verwies. Auch in der Verfolgung gab es einen deutschen Sieg zu verzeichnen: Nach einer Aufholjagd par excellence stand wie schon im Jagdrennen von Östersund Martina Beck ganz oben auf dem Podest und verhinderte den ersten Saisonsieg Sleptsovas. Simone Hauswald wusste als Dritte erneut zu überzeugen. Weniger gut lief es dann in der sonntäglichen Staffel, wo die deutsche Mannschaft lange auf dem Silberrang lag, dann aber nach zwei Strafrunden von Schlussläuferin Kati Wilhelm mit dem vierten Rang vorlieb nehmen musste. Der Sieg ging an die diesmal unschlagbaren Russinnen, die der Siegesserie der Deutschen ein Ende setzten, vor Norwegen und Frankreich. Während die DSV-Damen als Vierte noch Schadensbegrenzung betrieben, enttäuschte die Herren völlig. Nach insgesamt desolater Leistung und drei Strafrunden von Daniel Graf schlossen die Herren als enttäuschende Neunte ab.
Magdalena Neuner als Biathletin der Saison 2007/2008 geehrt
Lena Neuner war die Überfliegerin des vergangenen Winters mit drei weiteren WM-Titeln in Östersund und dem Gewinn des Gesamtweltcups. Wenig überraschend wurde die 21-Jährige von den nordischen Sportjournalisten des Forum Nordicum zur "Athletin des Winter 2007/08" gewählt. FN-Koordinator Uwe Jentzsch überreichte Neuner am Freitagabend bei der stimmungsvollen Siegerehrung die kostbare Kristall-Trophäe. Neuner hatte von Journalisten aus zwölf Nationen insgesamt 476 Stimmen erhalten, auf die beiden Norweger Ole Einar Bjørndalen und Emil Svendsen entfielen 375 und 206 Stimmen, Andrea Henkel bekam noch 150 Stimmen.
Reisestress entfällt - nächster Stopp: wieder Hochfilzen
Schon frühzeitig war zur Freude der Aktiven klar: Diesmal entfällt der Reisestress. Grund dafür ist der Baustopp im neuen Biathlon-Stadion auf der Pokljuka im slowenischen Bled, so dass Hochfilzen frühzeitig als Ersatzausrichter benannt wurde.
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Habe Ihr Euch bei dem Bilderlink vertan? Ich finde dort keine Bilder von Hochfilzen sondern alte aus der letzten Saison.