Ivan Tcherezov siegt vor Heimpublikum - Biathlon-Gesamtweltcup weiter spannend
Biathlon2b Redaktion am 26.03.2010 - 16:22 Uhr

Der Weltcup der Biathleten ging auch bei den Herren mit dem Sprint in die Schlussphase. Hier konnte der Russe Ivan Tcherezov vor heimischem Publikum seinen vierten Saisonsieg feiern. Im Gesamtweltcup gehen Christoph Sumann und Emil Svendsen punktgleich in den letzten Wettkampf.
Vierter Saisonsieg für Tcherezov
Zum vierten Mal in diesem Winter kann sich Ivan Tcherezov als Gewinner feiern lassen - vor heimischem Publikum und mit der anstehenden Stadionrundfahrt mit den Rentieren etwas ganz Besonderes für den Russen. Der 29-jährige Autoliebhaber blieb am schwierigen Schießstand von Khanty-Mansiysk komplett fehlerfrei und zeigte zudem eine gute Laufzeit. So konnte er mit 13 Sekunden Vorsprung auf den früh gestarteten Christian De Lorenzi das Ziel erreichen. Der 29-Jährige aus Bormio egalisierte als Zweiter mit ebenfalls tadellosem Schießen sein bestes Karriereresultat aus Kontiolahti. Als Dritter schaffte der überraschend schnelle Ukrainer Andriy Deryzemlya trotz einer Strafrunde mit nur 16 Sekunden Abstand auf Tcherezov den Sprung aufs Podium. Der 32-Jährige wird seine Karriere aller Voraussicht nach aus finanziellen Gründen beenden müssen. Hinter den Podestplätzen reihten sich Christoph Sumann (eine Strafrunde) und der fehlerfrei schießende Ole Einar Bjoerndalen ein, der sich selbst vor dem Rennen als "müde" bezeichnete und mit 21 Sekunden Abstand auf den Sieger das Ziel erreichte. Der Gesamtweltcup-Führende Emil Svendsen kam als Achter in die Wertung.
Drei DSV-Skijäger in den Top 10
Während die nominelle Nummer eins Michael Greis als enttäuschender 28. mit nur einer Strafrunde einmal mehr patzte, sprangen erneut vornehmlich die jungen Wilden in die Bresche. Arnd Peiffer bestätigte seine gute Form als Sechster und rangierte sich damit einen Rang vor dem 20-jährigen Simon Schempp ein, der nach seinem zweiten Rang von Oslo hier mit fehlerfreier Schießleistung erneut überzeugen konnte. "Ich bin Vollgas losgelaufen, diese Runde liegt mir hier und vielleicht war auch noch etwas Frust aus Olso dabei", erklärte Arnd Peiffer nach dem Rennen. "Das Stehendschießen war ganz wichtig für mich, weil ich es mir in Oslo da im Verfolger und im Massenstart verbaut habe. Jetzt habe ich es geschafft, wieder die sichere Null zu bringen und das tat unheimlich gut. Liegend ging zwar einer weg, das war ärgerlich, aber okay. Ich bin vollkommen zufrieden." Der Oberharzer liegt vor dem abschließenden Massenstart in der Weltcupwertung nun an neunter Stelle. Als dritter Deutscher schaffte Andreas Birnbacher als Neunter den Sprung unter die besten Zehn. Wie Peiffer musste auch er einmal in den Strafgarten.
Böhm und Graf mit guten Rennen
Christoph Stephan zeigte als 20. mit einer Strafrunde ein durchwachsenes Rennen. Der weltcuperfahrene Thüringer lag damit nur knapp vor den IBU-Cup-Startern Daniel Böhm und Daniel Graf, die bei gleichem Schießergebnis 25. und 30. wurden. Überraschend schnell kam Alexander Wolf über die erste Runde. Lag er nach dem ersten Schießen noch unerwartet in Führung, war in der Endabrechnung trotz nur einer Strafrunde jedoch nicht mehr als Position 35 drin. Für den routinierten Thüringer wird die Luft im nächsten Jahr dünn, wenn dem deutschen Team als Fünfter der Nationenwertung der siebte Startplatz verlorengeht.
Kopf-an-Kopf-Rennen im Gesamtweltcup
Obwohl es Ivan Tcherezov mit seinem Sieg noch einmal spannend machte, ging die kleine Kristallkugel für den Sprintweltcup mit zehn Punkten Vorsprung an die Konkurrenz aus Norwegen. Emil Svendsen gilt auch im Kampf um die große Kugel als Topfavorit aus Sicht der anderen Athleten - doch nach dem heutigen Sprint könnte die Konstellation kaum spannender sein: Svendsen und Christoph Sumann liegen mit jeweils 801 Weltcupzählern punktgleich vorn. "Es ist sehr knapp. Mehr Spannung geht nicht. Es ist gut, das das letzte Rennen entscheidet", freute sich der Norweger, der auch im morgigen Massenstart das Gelbe Trikot tragen wird. Grund dafür ist die Regelung, dass er deutlich mehr Siege als der Österreicher auf seinem Konto hat - außerdem wäre er auch nach Abzug der Streichergebnisse sechs Punkte vorn. Sumann wird das jedoch nur recht sein, da ihm in diesem Winter vieles misslang, wenn er die Bürde des begehrten Leibchens auf den Schultern trug. "Die sechs Punkte Unterschied sind völlig scheißegal. Besseres kann dem Publikum nicht passieren, aber für uns ist es großer Druck", urteilte er. Aus Aberglaube hat der Murauer eine Kerze in der Kathedrale von Khanty-Mansiysk angezündet - vielleicht ja mit Erfolg.
Vierter Saisonsieg für Tcherezov
Zum vierten Mal in diesem Winter kann sich Ivan Tcherezov als Gewinner feiern lassen - vor heimischem Publikum und mit der anstehenden Stadionrundfahrt mit den Rentieren etwas ganz Besonderes für den Russen. Der 29-jährige Autoliebhaber blieb am schwierigen Schießstand von Khanty-Mansiysk komplett fehlerfrei und zeigte zudem eine gute Laufzeit. So konnte er mit 13 Sekunden Vorsprung auf den früh gestarteten Christian De Lorenzi das Ziel erreichen. Der 29-Jährige aus Bormio egalisierte als Zweiter mit ebenfalls tadellosem Schießen sein bestes Karriereresultat aus Kontiolahti. Als Dritter schaffte der überraschend schnelle Ukrainer Andriy Deryzemlya trotz einer Strafrunde mit nur 16 Sekunden Abstand auf Tcherezov den Sprung aufs Podium. Der 32-Jährige wird seine Karriere aller Voraussicht nach aus finanziellen Gründen beenden müssen. Hinter den Podestplätzen reihten sich Christoph Sumann (eine Strafrunde) und der fehlerfrei schießende Ole Einar Bjoerndalen ein, der sich selbst vor dem Rennen als "müde" bezeichnete und mit 21 Sekunden Abstand auf den Sieger das Ziel erreichte. Der Gesamtweltcup-Führende Emil Svendsen kam als Achter in die Wertung.
Drei DSV-Skijäger in den Top 10
Während die nominelle Nummer eins Michael Greis als enttäuschender 28. mit nur einer Strafrunde einmal mehr patzte, sprangen erneut vornehmlich die jungen Wilden in die Bresche. Arnd Peiffer bestätigte seine gute Form als Sechster und rangierte sich damit einen Rang vor dem 20-jährigen Simon Schempp ein, der nach seinem zweiten Rang von Oslo hier mit fehlerfreier Schießleistung erneut überzeugen konnte. "Ich bin Vollgas losgelaufen, diese Runde liegt mir hier und vielleicht war auch noch etwas Frust aus Olso dabei", erklärte Arnd Peiffer nach dem Rennen. "Das Stehendschießen war ganz wichtig für mich, weil ich es mir in Oslo da im Verfolger und im Massenstart verbaut habe. Jetzt habe ich es geschafft, wieder die sichere Null zu bringen und das tat unheimlich gut. Liegend ging zwar einer weg, das war ärgerlich, aber okay. Ich bin vollkommen zufrieden." Der Oberharzer liegt vor dem abschließenden Massenstart in der Weltcupwertung nun an neunter Stelle. Als dritter Deutscher schaffte Andreas Birnbacher als Neunter den Sprung unter die besten Zehn. Wie Peiffer musste auch er einmal in den Strafgarten.
Böhm und Graf mit guten Rennen
Christoph Stephan zeigte als 20. mit einer Strafrunde ein durchwachsenes Rennen. Der weltcuperfahrene Thüringer lag damit nur knapp vor den IBU-Cup-Startern Daniel Böhm und Daniel Graf, die bei gleichem Schießergebnis 25. und 30. wurden. Überraschend schnell kam Alexander Wolf über die erste Runde. Lag er nach dem ersten Schießen noch unerwartet in Führung, war in der Endabrechnung trotz nur einer Strafrunde jedoch nicht mehr als Position 35 drin. Für den routinierten Thüringer wird die Luft im nächsten Jahr dünn, wenn dem deutschen Team als Fünfter der Nationenwertung der siebte Startplatz verlorengeht.
Kopf-an-Kopf-Rennen im Gesamtweltcup
Obwohl es Ivan Tcherezov mit seinem Sieg noch einmal spannend machte, ging die kleine Kristallkugel für den Sprintweltcup mit zehn Punkten Vorsprung an die Konkurrenz aus Norwegen. Emil Svendsen gilt auch im Kampf um die große Kugel als Topfavorit aus Sicht der anderen Athleten - doch nach dem heutigen Sprint könnte die Konstellation kaum spannender sein: Svendsen und Christoph Sumann liegen mit jeweils 801 Weltcupzählern punktgleich vorn. "Es ist sehr knapp. Mehr Spannung geht nicht. Es ist gut, das das letzte Rennen entscheidet", freute sich der Norweger, der auch im morgigen Massenstart das Gelbe Trikot tragen wird. Grund dafür ist die Regelung, dass er deutlich mehr Siege als der Österreicher auf seinem Konto hat - außerdem wäre er auch nach Abzug der Streichergebnisse sechs Punkte vorn. Sumann wird das jedoch nur recht sein, da ihm in diesem Winter vieles misslang, wenn er die Bürde des begehrten Leibchens auf den Schultern trug. "Die sechs Punkte Unterschied sind völlig scheißegal. Besseres kann dem Publikum nicht passieren, aber für uns ist es großer Druck", urteilte er. Aus Aberglaube hat der Murauer eine Kerze in der Kathedrale von Khanty-Mansiysk angezündet - vielleicht ja mit Erfolg.
Weiterführende Informationen:
| Ergebnis: Weltcup Khanty-Mansiysk (RUS) 2010 Sprint Herren |










