Martin Fourcade holt ersten Saisonsieg im Massenstart

XC-Ski Redaktion am 22.01.2011 - 16:22 Uhr
Martin Fourcade gewinnt vor Björn Ferry und Anton Shipulin
© Manzoni/NordicFocus
Martin Fourcade hat den Massenstart beim Biathlon-Weltcup in Antholz für sich entschieden. Der Franzose ließ Björn Ferry und Anton Shipulin hinter sich.

Fourcade mit französischer Flagge
Mit nur einem Schießfehler geht der Franzose Martin Fourcade aus dem Massenstart im Antholzer Tal hervor. Der 22-Jährige behielt bei wechselnden Winden am Schießstand die Nerven und konnte mit großem Vorsprung auf die Konkurrenz auf die Schlussrunde gehen. Im Ziel war sogar noch Zeit für die französische Flagge, bevor mit 17 Sekunden Rückstand ein Trio die Zielgerade erreichte. Nach dem letzten Schießen lieferten sich zunächst Daniel Mesotitsch und Sprint-Sieger Anton Shipulin, später auch Björn Ferry, der von hinten aufschloss, einen spannenden Kampf, den schließlich Ferry für sich entschied. Der schwedische Antholz-Experte verwies Shipulin auf den dritten Rang vor Mesotitsch, der in der Antholzer Höhenluft auch regelmäßig zu den besten Fünf gehört.

Peiffer und Greis vorn dabei
Eine starke Mannschaftsleistung zeigten auch die deutschen Herren, die durch Arnd Peiffer und Michael Greis auf Rang fünf und sechs vorn vertreten waren. Während Peiffer zweimal in die Strafrunde musste, schoss Greis sogar dreimal daneben: "Ich habe einen super Ski gehabt. Es war ein sehr taktisches Rennen. Das Tempo ist ziemlich verschleppt worden nach dem ersten Schießen, da wollte keiner die Führungsarbeit machen. Stehend war es sehr schwer zu schießen. Es war sehr windig, da waren die zwei im ersten Anschlag ein bisschen schlecht, aber ich denke, mit dem sechsten Platz kann ich zufrieden sein", so Greis. Auch sein Teamkollege ließ stehend entscheidend Federn: "Ich habe gleich mit zweimal Null im Liegenanschlag begonnen, da ist man dann dabei vorne. Das hat natürlich den Nachteil, dass man Tempoarbeit machen muss. Es wollte keiner richtig vorbei, der Meso ist mir schön hinterhergelaufen. Im Stehendanschlag habe ich jedes Mal einen Fehler geschossen, da hat man keine Chance mehr aufs Podium. Hintenraus braucht man die Null", erklärte der Oberharzer. Als dritter deutscher Starter hatte sich Christoph Stephan mit seinem 15. Platz im Sprint qualifiziert. Heute patzte der Oberhofer aber zu oft am Schießstand, so dass er dann auch läuferisch nicht mehr alles gab und allein auf der Schlussrunde 40 Sekunden verlor. So kam er nicht über Rang 27 hinaus.

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