Domracheva feiert ersten Weltcup-Sieg: Wilhelm in Kontiolahti auf dem Podium

Biathlon2b Redaktion am 13.03.2010 - 12:08 Uhr
Darya Domracheva
Im Sprint des Biathlon-Weltcups im nordfinnischen Kontiolahti hat Darya Domracheva ihren ersten Weltcup als Siegerin beendet. Kati Wilhelm schaffte etwas überraschend hinter Olga Zaitseva den Sprung auf das Podest.

Kreis schließt sich mit Domrachevas erstem Sieg
Nach den Leistungen in den letzten Jahren war es eindeutig überfällig: Der erste Weltcup-Sieg von Darya Domracheva. Nicht zuletzt durch ihre kuriosen Einlagen bei den beiden Oberhofer Massenstart, wo sie jeweils in Führung liegend ihren möglichen ersten Triumph verschenkte. Dies brachte der Athletin aber viele Sympatien bei den Biathlon-Fans ein. Nun ist es also endlich geschafft: Mit tadelloser Schießleistung und zweitschnellster Laufzeit stürmte die 23-Jährige zum Erfolg, den ihr nur Olga Zaitseva noch nehmen konnte. Doch die Russin, die ebenfalls alles traf, verschenkte nach dem ersten Schießen durch einen Sturz rund fünf Sekunden und büßte auch auf der Schlussrunde etwa sieben Sekunden auf die Weißrussin ein. Im Ziel wies Zaitseva einen Abstand von 8,4 Sekunden auf die Weißrussin auf, der die Strecken in Kontiolahti erwiesenermaßen sehr gut gefallen: An selber Stelle gewann sie 2005 ihre ersten beiden Jugend-Weltmeistertitel in Sprint und Verfolgung - nur ein Jahr, nachdem sie vom russischen Team zurück in ihre Heimat nach Weißrussland gewechselt war.

Kati: "Ich brauchte eine schnelle Trainingseinheit"
Nach der schwachen Mixed-Staffel ist auch bei Kati Wilhelm ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die Thüringerin, die nach zwölf Jahren im Biathlon ihr Karriereende angekündigt hat, ging locker in das Rennen und sah den Sprint eher als Aufbautraining: "Gestern hat es sehr weh getan und ich brauchte eine schnelle Trainingseinheit. So war es nun ganz gut", erklärte der Rotschopf nach der siebtschnellsten Laufzeit zufrieden. Da sie zudem alle Scheiben treffen konnte, schaffte sie mit 13,5 Sekunden Rückstand auf Domracheva den Sprung auf das Podest. "Ich werde das nun richtig genießen", freute sich Wilhelm über das überraschende Resultat und auf die letzten Wettkämpfe.

Neuner einmal mehr die Schnellste
Hinter Valj Semenko konnte sich Magdalena Neuner den guten fünften Rang sichern und somit ihre Führung im Gesamtweltcup auf zehn Zähler auf Helena Jonsson ausbauen. Mehr war trotz schnellster Laufzeit nicht drin, da die Wallgauerin im Gegensatz zu den fehlerfrei schießenden Damen vor ihr zwei Strafrunden zu absolvieren hatte. "Das Gefühl in Gelb zu laufen war gut und es ist schön, dass ich es habe. Natürlich möchte ich es auch gern behalten", erklärte die Doppel-Olympiasiegerin. "Ich bin nicht reingekommen ins Schießen. Es ist mir nicht ganz gelungen, den Rhythmus zu halten, aber ich denke, vom Ergebnis kann man zufrieden sein. Ich schau auch immer auf Helena, wo sie ist im Ergebnis", gab sie zu. Die zuletzt leicht kränkelnde Schwedin hatte sich mit einer Strafrunde auf Position neun eingereiht gehabt und somit acht Punkte auf die Deutsche eingebüßt.

Henkel läuferisch gesteigert nach Erkältung
"Das Laufen war heute nicht so gut, aber es ging schon besser als vorgestern und gestern. Wenn es morgen noch besser geht, ist es in Ordnung. Ich hatte am Wochenende eine leichte Erkältung", erklärte Andrea Henkel nicht ganz zufrieden, nachdem sie bei fehlerfreiem Schießen Position sechs erreicht hatte. Dennoch blickt die Thüringerin zuversichtlich in die nächsten Rennen, nachdem Waffentechniker Sandro Brieslinger ihre Waffe leicht verändert hatte: "Der Waffentechniker hat noch einmal Hand an mein Gewehr angelegt, nun geht es deutlich besser zu laden." Tina Bachmann, ebenfalls leicht erkältet, und Simone Hauswald schlossen nach einem beziehungsweise zwei Schießfehlern als Elfte und Zwölfte ab, Weltcup-Rückkehrerin Kathrin Hitzer wurde nach zwei Fehlern 21. und Martina Beck trotz fehlerfreiem Schießen nur 31.

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