Frank Ullrich: Ein Dopingfall?
Biathlon2b Redaktion am 25.03.2009 - 12:36 Uhr

© DSV
In der ARD-Sportschau fing es an. In einem Beitrag beschuldigte Ex-DDR-Biathlet Jürgen Wirth seine damaligen Trainer Wilfried Bock und Frank Ullrich des systematischen Dopings. Diese sollen nach Wirths Erinnerung ihren Schützlingen Präparate in Tablettenform verabreicht haben, damit schneller regeneriert werden könne. Jens Steinigen, auch ehemaliger Athlet, stützt die Behauptung. Ullrich, immerhin seit 1998 Cheftrainer der deutschen Biathleten und damit auch ein Motor der großen Erfolge in dieser Zeit, steht seitdem unter Beschuss.
Worum geht es in dieser Sache? Es geht jedenfalls nicht um einen aktuellen Dopingvorwurf, das vorweg. Niemand wirft Ullrich vor, Doping im Leistungssport zu unterstützen. Die Frage, die aufgeworfen wird, ist letztlich die: Hätte man Ullrich nach der Wende überhaupt als Trainer einsetzen dürfen? Derzeit wird diese Frage anhand von Empfehlungen aus den Jahren 1991 und 1992 erörtert. Im Mai 1991 hatte der Deutsche Sportbund zunächst gegen eine Einstellung Ullrichs plädiert. Das Nationale Olympische Komitee kam im Januar 1992 zu der Auffassung, Ullrich sei die Mitwisser- und Mittäterschaft am flächendeckenden Doping im DDR-Leistungssport nicht nachzuweisen, man hielt ihn für glaubwürdig und damit tragbar.
Die Doping-Vorwürfe treffen den Biathlonsport in den letzten Jahren regelmäßig. Die positiven Fälle im russischen Team haben die Schwachstellen aufgedeckt: Wie bei allen Ausdauer-Sportarten ist Doping effektiv - der Zweifel läuft daher immer mit. Doping darf nicht bagatellisiert und muss geahndet und entsprechend bestraft werden. Das darf aber nicht in eine Hexenjagd ausarten. Die Aussage Wirths selbst ist widersprüchlich - insbesondere weil er selbst 1991 in einer Zeugenaussage das Gegenteil behauptet hat. Auch andere Athleten aus Wirths Zeit bestreiten das geschilderte Prozedere. Reicht diese Anschuldigung also bereits aus, um den Bundestrainer in Frage zu stellen?
Zurück zur Frage: Durfte man Ullrich als Trainer einsetzen? Ja, das durfte man. Der DSV hat sich nach Maßgabe der höchsten sportlichen Gremien für den Kandidaten entschieden, der die höchste Befähigung hatte. Darüber hinaus hat Ullrich seine Qualitäten in den folgenden Jahren mehr als bewiesen. Die letzten Vorgänge werfen zudem weitere Fragen auf. Wer hat etwas davon, knapp 20 Jahre alte Dopingvorwürfe zu erheben? Um was geht es eigentlich in diesem Fall? Geht es Jürgen Wirth und Jens Steinigen um Gerechtigkeit? Das wäre zumindest dann ein legitimes Motiv, wenn die aktuellen Aussagen stimmen würden. Oder geht es vielleicht um viel mehr? Nicht auszuschließen ist, dass es schlicht und ergreifend um Geld gehen könnte. Was steckt dahinter? Der Deutsche Skiverband ist um größtmögliche Aufklärung bemüht, was im Interesse aller liegt. Fakt ist, der Ruf von Frank Ullrich ist längst beschädigt. Der Bundestrainer ist nun gut beraten, sich rechtliche Mittel offen zu halten.

Worum geht es in dieser Sache? Es geht jedenfalls nicht um einen aktuellen Dopingvorwurf, das vorweg. Niemand wirft Ullrich vor, Doping im Leistungssport zu unterstützen. Die Frage, die aufgeworfen wird, ist letztlich die: Hätte man Ullrich nach der Wende überhaupt als Trainer einsetzen dürfen? Derzeit wird diese Frage anhand von Empfehlungen aus den Jahren 1991 und 1992 erörtert. Im Mai 1991 hatte der Deutsche Sportbund zunächst gegen eine Einstellung Ullrichs plädiert. Das Nationale Olympische Komitee kam im Januar 1992 zu der Auffassung, Ullrich sei die Mitwisser- und Mittäterschaft am flächendeckenden Doping im DDR-Leistungssport nicht nachzuweisen, man hielt ihn für glaubwürdig und damit tragbar.
Die Doping-Vorwürfe treffen den Biathlonsport in den letzten Jahren regelmäßig. Die positiven Fälle im russischen Team haben die Schwachstellen aufgedeckt: Wie bei allen Ausdauer-Sportarten ist Doping effektiv - der Zweifel läuft daher immer mit. Doping darf nicht bagatellisiert und muss geahndet und entsprechend bestraft werden. Das darf aber nicht in eine Hexenjagd ausarten. Die Aussage Wirths selbst ist widersprüchlich - insbesondere weil er selbst 1991 in einer Zeugenaussage das Gegenteil behauptet hat. Auch andere Athleten aus Wirths Zeit bestreiten das geschilderte Prozedere. Reicht diese Anschuldigung also bereits aus, um den Bundestrainer in Frage zu stellen?
Zurück zur Frage: Durfte man Ullrich als Trainer einsetzen? Ja, das durfte man. Der DSV hat sich nach Maßgabe der höchsten sportlichen Gremien für den Kandidaten entschieden, der die höchste Befähigung hatte. Darüber hinaus hat Ullrich seine Qualitäten in den folgenden Jahren mehr als bewiesen. Die letzten Vorgänge werfen zudem weitere Fragen auf. Wer hat etwas davon, knapp 20 Jahre alte Dopingvorwürfe zu erheben? Um was geht es eigentlich in diesem Fall? Geht es Jürgen Wirth und Jens Steinigen um Gerechtigkeit? Das wäre zumindest dann ein legitimes Motiv, wenn die aktuellen Aussagen stimmen würden. Oder geht es vielleicht um viel mehr? Nicht auszuschließen ist, dass es schlicht und ergreifend um Geld gehen könnte. Was steckt dahinter? Der Deutsche Skiverband ist um größtmögliche Aufklärung bemüht, was im Interesse aller liegt. Fakt ist, der Ruf von Frank Ullrich ist längst beschädigt. Der Bundestrainer ist nun gut beraten, sich rechtliche Mittel offen zu halten.

Fotoserie: Frank Ullrich: Ein Dopingfall?
Gerolf Gutmann am 08.04.09 19:40 Uhr
es fällt doch auf das nach gewisen Abständen immer Bürger der DDR als Dopingsünder und Stasi-Mitglieder abgespelpent werderden.Ich bin 58 Jahre und auch ein Bürger der DDR - ich war kein Mitglied der SED noch Stasimannn !!!! Ich verabschäue den Kommetar von ehemaliegen Biatleten besonders von Frank Luck. Ihr habt alle diese Mittel eingenommen-. es geht nur um Geld !!!!
es fällt doch auf das nach gewisen Abständen immer Bürger der DDR als Dopingsünder und Stasi-Mitglieder abgespelpent werderden.Ich bin 58 Jahre und auch ein Bürger der DDR - ich war kein Mitglied der SED noch Stasimannn !!!! Ich verabschäue den Kommetar von ehemaliegen Biatleten besonders von Frank Luck. Ihr habt alle diese Mittel eingenommen-. es geht nur um Geld !!!!
am 02.04.09 08:31 Uhr
Der Erfolg Ullrichs spricht für sich. Keine negativen Tests der deutschen Biathleten. Wenn man Ullrich absägt wie man es damals mit dem Skisprung Trainer gemacht hat dann laufen wir auch im Biahtlon bald nur noch in der zweiten Liga mit. Juristisch kann Doping aus der DDR nicht mehr belangt werden. Man tut ja gerade so als wären alle Athleten und ausschließlich in der DDR gedopt gewesen. Auch wenn das stimmen sollte so glaube ich das weder mit der Mauer das Doping weggefallen noch in der BRD erst begonnen hat. Es wurde früher und es wird ebenso heute gedopt. Die Biathleten und Trainer aus Deutschland machen ihren Job gut. Lasst sie weiter machen auch wenn sie gedopt haben sollten oder dafür verantwortlich sind. Ein Herr Pooth prellt Leute um Millionen und ist fein raus einen erfolgreichen Trainer Ullrich mit einer herausragenden Bilanz will man wegen Geschichten die noch nciht bestätigt sind aus der DDR fertigmachen. Armes Deutschland!
Der Erfolg Ullrichs spricht für sich. Keine negativen Tests der deutschen Biathleten. Wenn man Ullrich absägt wie man es damals mit dem Skisprung Trainer gemacht hat dann laufen wir auch im Biahtlon bald nur noch in der zweiten Liga mit. Juristisch kann Doping aus der DDR nicht mehr belangt werden. Man tut ja gerade so als wären alle Athleten und ausschließlich in der DDR gedopt gewesen. Auch wenn das stimmen sollte so glaube ich das weder mit der Mauer das Doping weggefallen noch in der BRD erst begonnen hat. Es wurde früher und es wird ebenso heute gedopt. Die Biathleten und Trainer aus Deutschland machen ihren Job gut. Lasst sie weiter machen auch wenn sie gedopt haben sollten oder dafür verantwortlich sind. Ein Herr Pooth prellt Leute um Millionen und ist fein raus einen erfolgreichen Trainer Ullrich mit einer herausragenden Bilanz will man wegen Geschichten die noch nciht bestätigt sind aus der DDR fertigmachen. Armes Deutschland!
Burgfeldindianer am 30.03.09 17:19 Uhr
Ist alles eigenartig. Die DDR existiert seit 20 Jahren nicht mehr - und jetzt kommen auf einmal die Ratten aus den Löchern. Brauchen diese Herren Geld und suchen sich die dümmsten Sender als Plattform - das erste Programm scheint immer auf diesen Müll hereinzufallen - wann folgt die Entschuldigung??? Hier zählen nicht die Leistungen nach 1991 sondern es wird in alten Kanälen gesucht - was ist das für ein Journalismus? Wo sind die Beweise dieser Herren - aber es genügt hier allein nur der Tablettennahme und schon hüft die Journaille darauf rein und wittert das unsaubre Geschäft. Pfeu teufel. Was hat Herr Ullrich in 18 Jahren ohne Doping geschafft - das schein nicht zu zählen.
Ist alles eigenartig. Die DDR existiert seit 20 Jahren nicht mehr - und jetzt kommen auf einmal die Ratten aus den Löchern. Brauchen diese Herren Geld und suchen sich die dümmsten Sender als Plattform - das erste Programm scheint immer auf diesen Müll hereinzufallen - wann folgt die Entschuldigung??? Hier zählen nicht die Leistungen nach 1991 sondern es wird in alten Kanälen gesucht - was ist das für ein Journalismus? Wo sind die Beweise dieser Herren - aber es genügt hier allein nur der Tablettennahme und schon hüft die Journaille darauf rein und wittert das unsaubre Geschäft. Pfeu teufel. Was hat Herr Ullrich in 18 Jahren ohne Doping geschafft - das schein nicht zu zählen.
Fan am 30.03.09 09:29 Uhr
Ich glaube auch daß es hier nur um Geld geht. Traurig ist nur daß dies immer von der ARD aus geht. siehe Die angeblicheBlutbank im vergangenen Jahr. die berichtestatung zahlt ja nur der gebührenzahler.
Ich glaube auch daß es hier nur um Geld geht. Traurig ist nur daß dies immer von der ARD aus geht. siehe Die angeblicheBlutbank im vergangenen Jahr. die berichtestatung zahlt ja nur der gebührenzahler.
Bernd am 27.03.09 19:46 Uhr
Für einige wäre es doch nicht so schlechtwenn man Frank Ulrich noch vor der Olympiade ausschalten könnte.Somit hat man es außerdem geschickt verstanden die Aufmerksamkeit von sich abzulenken.Das kann man sich doch schon was kosten lassen.Und warum sollte man sich die Umsetzung nicht auch noch gut bezahlen lassen?Prima Idee und zwei echte "Glückspilze".
Für einige wäre es doch nicht so schlechtwenn man Frank Ulrich noch vor der Olympiade ausschalten könnte.Somit hat man es außerdem geschickt verstanden die Aufmerksamkeit von sich abzulenken.Das kann man sich doch schon was kosten lassen.Und warum sollte man sich die Umsetzung nicht auch noch gut bezahlen lassen?Prima Idee und zwei echte "Glückspilze".
Karl am 27.03.09 11:03 Uhr
Wenn man bedenkt ein Mörder wird nach 15 Jahren und oft früher rehabilitiert. Hier werden nach über 20 Jahren alte Kamellen ausgegraben zu dem Fragwürdig dazu. Die Herren Wirth und Steinigen haben aber anscheindend selbst nicht genug Arsch in der Hose sonst hätten sie ihre Anschuldigungen schon vor 20 Jahren publik gemacht. Meine Meinung ist die Herren wollen Ihre Kasse etwas aufbessern.Heute bleibt Anstand und Moral oft auf der Steckewenn es um den eigenen Geldbeutel geht.Für mich hat Frank Ulrich für den deutschen Biatlonsport eine hervorragende Arbeit geleistet. Was vor über 20 Jahren war interessiert mich nicht.
Wenn man bedenkt ein Mörder wird nach 15 Jahren und oft früher rehabilitiert. Hier werden nach über 20 Jahren alte Kamellen ausgegraben zu dem Fragwürdig dazu. Die Herren Wirth und Steinigen haben aber anscheindend selbst nicht genug Arsch in der Hose sonst hätten sie ihre Anschuldigungen schon vor 20 Jahren publik gemacht. Meine Meinung ist die Herren wollen Ihre Kasse etwas aufbessern.Heute bleibt Anstand und Moral oft auf der Steckewenn es um den eigenen Geldbeutel geht.Für mich hat Frank Ulrich für den deutschen Biatlonsport eine hervorragende Arbeit geleistet. Was vor über 20 Jahren war interessiert mich nicht.
Luis am 27.03.09 07:45 Uhr
Gratuliere herzlichst zu deinem Kommentar.Sehr guter Stil knappe einprägsame Aussagen mutig. Das ist Qualitätsjournalismus. Du wirst sicher welche finden die anderer Meinung sind aber du sagst edle Wahrheiten. Und ich stehe voll zu dir.Weiter so!
Gratuliere herzlichst zu deinem Kommentar.Sehr guter Stil knappe einprägsame Aussagen mutig. Das ist Qualitätsjournalismus. Du wirst sicher welche finden die anderer Meinung sind aber du sagst edle Wahrheiten. Und ich stehe voll zu dir.Weiter so!
G.. Weinmann am 26.03.09 18:48 Uhr
Hallo.Ich finde es nicht in Ordnungdass man H.Ullrich nach so vielenJahren beschuldigt Dopingmittel weitergegeben zu haben.Warumhat H.Wirth nicht früher ausgesagt?Ich finde es unsportlich undanwidernt.Nersingen den26 03 09
Hallo.Ich finde es nicht in Ordnungdass man H.Ullrich nach so vielenJahren beschuldigt Dopingmittel weitergegeben zu haben.Warumhat H.Wirth nicht früher ausgesagt?Ich finde es unsportlich undanwidernt.Nersingen den26 03 09
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Dopingvorwürfe gegen Frank Ullrich
Ehemalige Biathleten äußern sich
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Hallo,
ist euch schonmal aufgefallen, dass kein einzig negativer Kommentar über Hr. Ullrich geschrieben wurde?
Komisch oder???
Naja ihr werdet es schon wissen...
Gruß