Titelkämpfe am anderen Ende der Welt: Schlechte Werbung für den Biathlonsport
Biathlon2b Redaktion am 24.02.2009 - 14:30 Uhr

Doping, Morddrohungen, Fehlentscheidungen und schlechte Organisation: Die diesjährigen Weltmeisterschaften im Biathlon waren beileibe keine gute Werbung für die Sportart. Von Pleiten, Pech und Pannen wurden die Titelkämpfe am anderen Ende der Welt heimgesucht.
Warum Südkorea?
Biathlon und Pyeong Chang - das passt einfach nicht zusammen. Zu diesem Entschluss sind viele Sportler und Trainer schon im vergangenen Winter gekommen, als an besagtem Ort die Generalprobe für die WM in Form eines Weltcups stattfand. Warum ist die Weltmeisterschaft überhaupt an Pyeong Chang vergeben worden? Welche Gründe sprechen für eine Austragung in Fernost? Gäbe es koreanische Biathleten, die in der Weltspitze ein Wörtchen mitzureden haben, wäre diese Entscheidung eventuell nachvollziehbar. Doch so ist es nicht. Das Interesse an dieser Wintersportart ist in Südkorea gleich null. Zuschauer waren an der Strecke und auch im Stadion Mangelware. Die Einheimischen finden am Biathlon einfach keinen Reiz, wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie keinen erfolgreichen Athleten in ihren Reihen haben. Und für den Großteil der Fans aus Europa war die Reise ins ferne Asien schlichtweg zu weit und zu teuer. So dürftig die Anteilnahme am Biathlonsport in Südkorea ist, so gering ist auch die Erfahrung der völlig überforderten Organisatoren. Es ist zutreffend, den Zustand als chaotisch zu bezeichnen. Jede Menge Fakten sprechen gegen Pyeong Chang. Schwer fällt es dagegen, positive Aspekte zu erkennen.
Schlechtes Omen
Sie stand von Anfang an unter keinem guten Stern, die Weltmeisterschaft in Pyeong Chang. Die drei positiven Dopingfälle der russischen Topathleten Ekaterina Iourieva, Albina Akhatova und Dmitri Yaroshenko ließen jeglichen Glauben an einen sauberen und fairen Sport schwinden. Die heile Biathlonwelt zerbrach somit schon, bevor die Wettkämpfe überhaupt begonnen hatten. Ein weiteres schlechtes Omen war die aufgrund des schmuddeligen und wenig winterlichen Wetters abgesagte Eröffnungsfeier. Eine Weltmeisterschaft muss einfach offiziell eröffnet werden! Doch das war wegen anhaltenden Regens und plus elf Grad einfach nicht drin. Die Loipe versank im Wasser, ein Training war unmöglich. Viele fragten sich, ob überhaupt noch Wettkämpfe stattfinden würden. Dank der sinkenden Temperaturen schafften die Veranstalter dann irgendwie doch noch eine Präparation der Strecken - glücklicherweise. Hatte man sich von den Wetterkapriolen einigermaßen erholt, stellten sich die nächsten Desaster ein. Morddrohungen aus Russland gegenüber beherzten Schweden und ein falscher Jury-Entscheid nach dem kuriosen Verfolger der Herren: Ereignisse, über die man stundenlang debattieren kann. Die Unglücksfälle rissen einfach nicht ab.
Erfahrung gewonnen
Nun ist die Weltmeisterschaft 2009 Geschichte, bei manchen bleibt sie in guter, bei anderen in schlechter Erinnerung. Die Sportler arrangierten sich mit dem Zeitunterschied, tricksten ihren Biorhythmus aus und machten das Beste aus der Misere. So froh, dass die Titelkämpfe zu Ende sind und die Heimreise angetreten werden kann, waren Athleten und Trainer wahrscheinlich noch nie. Neben Korea muss sich nun vor allem die IBU fragen, welche Schäden diese Weltmeisterschaften angerichtet haben und wer die Darstellung des Sports in dieser Form zu verantworten hat. In Zukunft sollte der Austragungsort einer Biathlon-Weltmeisterschaft besser und gründlicher ausgewählt werden. An Erfahrung dürften wohl alle um einiges reicher sein.

Warum Südkorea?
Biathlon und Pyeong Chang - das passt einfach nicht zusammen. Zu diesem Entschluss sind viele Sportler und Trainer schon im vergangenen Winter gekommen, als an besagtem Ort die Generalprobe für die WM in Form eines Weltcups stattfand. Warum ist die Weltmeisterschaft überhaupt an Pyeong Chang vergeben worden? Welche Gründe sprechen für eine Austragung in Fernost? Gäbe es koreanische Biathleten, die in der Weltspitze ein Wörtchen mitzureden haben, wäre diese Entscheidung eventuell nachvollziehbar. Doch so ist es nicht. Das Interesse an dieser Wintersportart ist in Südkorea gleich null. Zuschauer waren an der Strecke und auch im Stadion Mangelware. Die Einheimischen finden am Biathlon einfach keinen Reiz, wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie keinen erfolgreichen Athleten in ihren Reihen haben. Und für den Großteil der Fans aus Europa war die Reise ins ferne Asien schlichtweg zu weit und zu teuer. So dürftig die Anteilnahme am Biathlonsport in Südkorea ist, so gering ist auch die Erfahrung der völlig überforderten Organisatoren. Es ist zutreffend, den Zustand als chaotisch zu bezeichnen. Jede Menge Fakten sprechen gegen Pyeong Chang. Schwer fällt es dagegen, positive Aspekte zu erkennen.
Schlechtes Omen
Sie stand von Anfang an unter keinem guten Stern, die Weltmeisterschaft in Pyeong Chang. Die drei positiven Dopingfälle der russischen Topathleten Ekaterina Iourieva, Albina Akhatova und Dmitri Yaroshenko ließen jeglichen Glauben an einen sauberen und fairen Sport schwinden. Die heile Biathlonwelt zerbrach somit schon, bevor die Wettkämpfe überhaupt begonnen hatten. Ein weiteres schlechtes Omen war die aufgrund des schmuddeligen und wenig winterlichen Wetters abgesagte Eröffnungsfeier. Eine Weltmeisterschaft muss einfach offiziell eröffnet werden! Doch das war wegen anhaltenden Regens und plus elf Grad einfach nicht drin. Die Loipe versank im Wasser, ein Training war unmöglich. Viele fragten sich, ob überhaupt noch Wettkämpfe stattfinden würden. Dank der sinkenden Temperaturen schafften die Veranstalter dann irgendwie doch noch eine Präparation der Strecken - glücklicherweise. Hatte man sich von den Wetterkapriolen einigermaßen erholt, stellten sich die nächsten Desaster ein. Morddrohungen aus Russland gegenüber beherzten Schweden und ein falscher Jury-Entscheid nach dem kuriosen Verfolger der Herren: Ereignisse, über die man stundenlang debattieren kann. Die Unglücksfälle rissen einfach nicht ab.
Erfahrung gewonnen
Nun ist die Weltmeisterschaft 2009 Geschichte, bei manchen bleibt sie in guter, bei anderen in schlechter Erinnerung. Die Sportler arrangierten sich mit dem Zeitunterschied, tricksten ihren Biorhythmus aus und machten das Beste aus der Misere. So froh, dass die Titelkämpfe zu Ende sind und die Heimreise angetreten werden kann, waren Athleten und Trainer wahrscheinlich noch nie. Neben Korea muss sich nun vor allem die IBU fragen, welche Schäden diese Weltmeisterschaften angerichtet haben und wer die Darstellung des Sports in dieser Form zu verantworten hat. In Zukunft sollte der Austragungsort einer Biathlon-Weltmeisterschaft besser und gründlicher ausgewählt werden. An Erfahrung dürften wohl alle um einiges reicher sein.

Lutz am 25.02.09 15:53 Uhr
Sorry aber Klagen kann jeder. Ich finde es schade dass hier nur die negativen Asperkte beleuchtet werden.Für Doping und Schneemangel kann weder die IBU noch der Veranstalter etwas. Dass was aus den Verhältnissen gemacht wurde war OK. Sicherlich war auch die Zuschauerresonanz vor Ort unter aller Kanone aber eine WM muss ja nicht immer an die verwöhnten Mitteleuropäer oder Russen gehen. Schwach finde ich auch das Argument dass man als Ausrichter selber gute Athleten haben muss. Dann gäbe es keine WM oder keinen WC in Osrblie Pokljuka oder bis vor kurzem in Hochfilzen. Ich spende den Koreanern lieber ein großes Lob und kritisiere die IBU.Deren Entscheidung in der Verfolgung der Herren war übrigens richtig! Nur dass man von vornherein den russischen Einspruch hätte ablehnen müssen anstatt einen neidischen Angriff auf Ole Einar Björndalen zuzulassen. Ich finde es schade dass ausgerechnet sein Ansehen gelitten hat. Ole ist ein fairer Sportler und er hat ja weder einen Fehler gemacht noch hat er Gegenprotest eingelegt das war die USA!Ihr solltet es euch als objektive Plattform nicht anmaßen so zu urteilen. Auch wenn das ein subjektiver Kommentar war so muss man sagen dass hier alles nur schlecht geredet wird.Es gab viele gute Aspekte die Rennen waren zum großen Teil auf hohem Niveau und die Medaillen wurden den Leistungen entsprechen gerecht verteilt.Eure Einstellung kann ich also nicht teilen aber sicherlich ist hier vieles zu patriotistisch geprägt!
Sorry aber Klagen kann jeder. Ich finde es schade dass hier nur die negativen Asperkte beleuchtet werden.Für Doping und Schneemangel kann weder die IBU noch der Veranstalter etwas. Dass was aus den Verhältnissen gemacht wurde war OK. Sicherlich war auch die Zuschauerresonanz vor Ort unter aller Kanone aber eine WM muss ja nicht immer an die verwöhnten Mitteleuropäer oder Russen gehen. Schwach finde ich auch das Argument dass man als Ausrichter selber gute Athleten haben muss. Dann gäbe es keine WM oder keinen WC in Osrblie Pokljuka oder bis vor kurzem in Hochfilzen. Ich spende den Koreanern lieber ein großes Lob und kritisiere die IBU.Deren Entscheidung in der Verfolgung der Herren war übrigens richtig! Nur dass man von vornherein den russischen Einspruch hätte ablehnen müssen anstatt einen neidischen Angriff auf Ole Einar Björndalen zuzulassen. Ich finde es schade dass ausgerechnet sein Ansehen gelitten hat. Ole ist ein fairer Sportler und er hat ja weder einen Fehler gemacht noch hat er Gegenprotest eingelegt das war die USA!Ihr solltet es euch als objektive Plattform nicht anmaßen so zu urteilen. Auch wenn das ein subjektiver Kommentar war so muss man sagen dass hier alles nur schlecht geredet wird.Es gab viele gute Aspekte die Rennen waren zum großen Teil auf hohem Niveau und die Medaillen wurden den Leistungen entsprechen gerecht verteilt.Eure Einstellung kann ich also nicht teilen aber sicherlich ist hier vieles zu patriotistisch geprägt!
Luis am 25.02.09 09:37 Uhr
Bravo Kathleen toller Kommentar in dem einfach von oben bis unten alles stimmt!Die IBU muß sich wohl selbst an der Nase fassen und reagieren. Die Versuche jetzt alles irgendwie schön zu reden sind lachhaft. Biathlon und Korea mögen sich nicht und haben einfach nichts Gemeinsames. Ich weiß nur aus Erzählungen von Sportlern selbst daß einzig und allein der Kampfrichter für die Strecke der Franzose Christophe Vassallo mit der Schaufel unterwegs war um halbwegs ordentliche Pisten ohne Schneeklumpen und überall herausschauende Eisplatten herzurichten.Bei deinem Kommentar liebe Kathleen merkt man daß du aus dem Biathlonsport kommst und diesen Sport auch echt liebst. Und alle die es ebenso tun werden Biathlon nie mehr nach Korea vegeben.Verschone uns Gott vor Olympischen Winterspielen 2018 in diesem Land!
Bravo Kathleen toller Kommentar in dem einfach von oben bis unten alles stimmt!Die IBU muß sich wohl selbst an der Nase fassen und reagieren. Die Versuche jetzt alles irgendwie schön zu reden sind lachhaft. Biathlon und Korea mögen sich nicht und haben einfach nichts Gemeinsames. Ich weiß nur aus Erzählungen von Sportlern selbst daß einzig und allein der Kampfrichter für die Strecke der Franzose Christophe Vassallo mit der Schaufel unterwegs war um halbwegs ordentliche Pisten ohne Schneeklumpen und überall herausschauende Eisplatten herzurichten.Bei deinem Kommentar liebe Kathleen merkt man daß du aus dem Biathlonsport kommst und diesen Sport auch echt liebst. Und alle die es ebenso tun werden Biathlon nie mehr nach Korea vegeben.Verschone uns Gott vor Olympischen Winterspielen 2018 in diesem Land!
Wolfgang am 25.02.09 09:28 Uhr
Auch ich kann den Kommentar so unterschreiben. Besonders den vorletzten Satz möchte ich hinsichtlich der nächsten WM 2011 ganz dick unterstreichen.
Auch ich kann den Kommentar so unterschreiben. Besonders den vorletzten Satz möchte ich hinsichtlich der nächsten WM 2011 ganz dick unterstreichen.
Lutz Storch am 24.02.09 20:15 Uhr
hallo und ski heilnach allen "für und wieder" bei der deutschen saisonvorbereitung hat man nun mal einen wunderbaren vergleich welche trainingsmethoden und vorbereitungslehrgänge besser angeschlagen haben und welche nicht. meine meinung ist neues ist keinesfalls schlecht und sollte auch mit eingebaut werden aber die grundlagen des biathlonsports muß man nicht neu definieren oder ganz und gar neu erfinden wollen. es macht richtig freude zu sehen wie die "jungen wilden" in die fußstapfen der alten treten und denen auch immer mehr paroli bieten. das war eine richtig gute vorstellung unserer jungen deutschen biathleten für diesen sport.bis bald lutz !
hallo und ski heilnach allen "für und wieder" bei der deutschen saisonvorbereitung hat man nun mal einen wunderbaren vergleich welche trainingsmethoden und vorbereitungslehrgänge besser angeschlagen haben und welche nicht. meine meinung ist neues ist keinesfalls schlecht und sollte auch mit eingebaut werden aber die grundlagen des biathlonsports muß man nicht neu definieren oder ganz und gar neu erfinden wollen. es macht richtig freude zu sehen wie die "jungen wilden" in die fußstapfen der alten treten und denen auch immer mehr paroli bieten. das war eine richtig gute vorstellung unserer jungen deutschen biathleten für diesen sport.bis bald lutz !
paula am 24.02.09 17:34 Uhr
dieser kommentar bekommt meine volle zustimmung abgesehn von den erreichten medaillien konnte ich dieser wm auch nicht schönes abgewinnen sogar die zuschauer mit einigen wehenden fahnen wurden im zielraum für den moment der kameraführung platzierteinfach lächerlich
dieser kommentar bekommt meine volle zustimmung abgesehn von den erreichten medaillien konnte ich dieser wm auch nicht schönes abgewinnen sogar die zuschauer mit einigen wehenden fahnen wurden im zielraum für den moment der kameraführung platzierteinfach lächerlich
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Die Reporter von ARD und ZDF vor Ort hielten es nicht für nötigauf die anwesenden 8 deutschen Fans in irgendeiner Form zuzugehen obwohl wir beide im gleichen Hotel untergebracht waren.Die Herrschaften hatten es nicht nötig zu grüßen. Norweger Finnen und Östereicher waren sehr offen und haben den Kontakt gesucht.