Neue Dopingvorwürfe gegen deutsche Biathleten: Fischen im Trüben

Biathlon2b Redaktion am 09.02.2010 - 11:14 Uhr
Blutbeutel
Alle Jahre wieder: Fast schon erwartungsgemäß holt uns wenige Tage vor Beginn des Saisonhöhepunktes das Thema Doping wieder ein. Deutsche Wintersportler sollen in die Wiener Blutdoping-Affäre verwickelt sein.

Die Fakten fehlen
Wie eigentlich jedes Jahr vor dem Highlight der Saison kommt auch diesmal das Thema Doping wieder auf den Tisch. In der ARD und im ZDF werden nur wenige Tage vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver Sendungen dazu ausgestrahlt - Mutmaßungen über die Verwicklung deutscher Wintersportler in die Wiener Blutdoping-Affäre erhalten neue Nahrung. "Geheimsache Doping: Eiskalter Betrug" und Mission Gold - Die Blutspur der Dopingsünder" sollen uns zeigen, dass der Sport, den wir so faszinierend finden, keineswegs fair ist und schon gar nicht mit rechten Dingen zugeht. Arnold Riebenbauer, damaliger Vorsitzender des Disziplinar-Ausschusses des österreichischen Skiverbandes sagte der ARD: "Es gab Hinweise auf Sportler aus Deutschland, aus dem Wintersport. Wir hatten aber keine konkreten Namen." Solange keine Namen und Beweise auf den Tisch kommen, wird weiter im Trüben gefischt. Vermutungen helfen da nicht, es müssen Fakten her.

Alles für die gute Quote?
Warum die fragwürdigen Anschuldigungen und Mutmaßungen? Gerade jetzt? Es ist schon mehr als auffällig, dass stets vor den Saisonhighlights - seien es die Weltmeisterschaften oder wie jetzt die Olympischen Spiele - derartige Geschichten publiziert werden. Es ist unsportlich, wenn immer wieder vor dem Großereignis alle deutschen Sportler in eine Ecke gestellt werden, nur um Quote zu machen. Dass Doping in jedem Falle abzulehnen ist und keineswegs geduldet werden darf, versteht sich von selbst. Und dass überführte Athleten, wie die Russen Iourieva, Akhatova und Yaroshenko eine gerechte Strafe erhalten müssen, steht außer Frage. Solange man jedoch im Trüben fischt, ist es besser zu schweigen. Bezichtigen sollte man erst dann, wenn Beweise vorliegen.

Gast paul am 10.02.10 23:52 Uhr
ist doch egal ob vor einem ereignis oder danach. also wer glaubt dass auch nur ein leistungssportler sauber ist, der glaubt auch noch an den weihnachtsmann. sorry aber ohne doping geht es eben nicht. da immer sehr viel geld verdient werden kann wird es immer so sein. das ganze ist so verlogen. solche berichte sollten jeden tag kommen, damit einem die lust vergeht sich all die live übertragungen anzugucken. wo kein interesse da kein geld dadurch keine übertragungen und kein doping nötig. ich hoffe auf viel edelmetall in vancouver.
Gast Jule am 10.02.10 17:01 Uhr
Klar, ohne Beweise kann man ja niemanden verdächtigen, aber gibt es denn überhaupt noch eine Sportart, die dopingfrei ist?
Und wieso sollten deutsche Athleten denn nicht auch dopen, wenn die Russen das auch gemacht haben? Es wäre schlimm für den Sport, aber kann man denn 100 sicher sein?
Ich hoffe, dass sich diese Vorwürfe nicht bestätigen, aber wenn doch, dann hoffentlich vor, und nicht nach den Spielen!
Gast Helmut Lisa am 10.02.10 14:25 Uhr
Ohne Beweise sind solche Anschuldigungen als Sauerei von diesen "Össis" anzusehen. Ohne Namen und Fakten sollten diese Nachrichten erst gar nicht veröffentlicht werden.
Gast lukas am 10.02.10 14:23 Uhr
nun ich hab die beitrag gesehn,und mir wurde schlecht,nur epo?.dan geh doch mal kucken auf humanplasma.at da kan ja jeder kommen,möchte nur hoffen das deutsche atleten frei davon sind.ich danke euch alle.und mach weiter mit biathlon2b.com danke
Gast Lenathlon am 10.02.10 10:27 Uhr
Kompliment und Dank für diesen mutigen Beitrag. Endlich mal Jemand, der sich traut, das eigentliche Problem beim Namen zu nennen: Quote!

Man kann drauf warten. Regelmäßig vor Großereignissen die gleichen alten nebulösen Horrorgeschichten mit zweifelhaftem Wahrheitsgehalt und ohne jeden Neuigkeitswert.

Ich frage mich eigentlich, speziell im Fall der ARD, wie lange es noch gut gehen soll, an dem Ast zu sägen, auf dem man sitzt. Solch Revolverjournalismus gehört nicht in die öffentlich-rechtliche Landschaft. Wieviel Verlogenheit gehört eigentlich dazu, intensiv und ausführlich Wintersportereignisse zu übertragen und die Athleten auf der anderen Seite pauschal und ohne die Spur eines Beweises zu diffamieren?

Mir wird kotzübel!
Gast Kerstin am 09.02.10 18:24 Uhr
Sie sollen endlich die Namen sagen oder sie haben Neid auf unsere deutsche Wintersportler.Diesen Thema hatten wir vor 2 Jahren bei WM in Östersund.Für mich ist die alte Suppe.
Gast sabine am 09.02.10 15:27 Uhr
wieso müssen immer vor dem highlight solche sachen heraus gekramt werden. vorallem wieso sagt das gerade ein österreicher.
damals gab es eine razia und wer hat nicht kontrollieren lassen?
die österreicher!!!!!
sie sollen erst beweise finden uns sann kann man sich immer noch verrückt machen,oder?!

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