Andrea Henkel feiert Massenstartsieg am Holmenkollen

XC-Ski Redaktion am 05.02.2012 - 15:02 Uhr
Andrea Henkel
© Laiho/NordicFocus
Andrea Henkel hat sich im Massenstart am Osloer Holmenkollen ihren 21. Weltcupsieg gesichert. Die Thüringerin siegte vor Darya Domracheva und Teja Gregorin.

Erster Saisonsieg für Henkel

"Andrea hat sich diesen Sieg schwer erkämpft, sie hatte tolle Ergebnisse und zum Podium hatte es erst einmal in diesem Jahr gereicht", freute sich Gerald Hönig mit seinem Schützling. Die Thüringerin verpasste nur im ersten Schießen eine Scheibe, behielt aber die Nerven und kämpfte sich mit Wut im Bauch nach dem gestrigen Jagdrennen wieder an die Spitzengruppe heran und triumphierte mit dem deutlichen Vorsprung von 26 Sekunden vor einem Verfolgertrio bestehend aus Darya Domracheva, Teja Gregorin und Helena Ekholm. "Ich hatte ein besseres Gefühl als gestern und am Schießstand nur einen Fehler. Nach der Strafrunde hat mich die Tora wieder rangezogen an alle anderen, die Null geschossen hatten und dann war ich wieder dabei", meinte Henkel, die gestern noch eine Strafrunde zu viel gelaufen war. "Ich habe versucht, am Schießstand ruhig zu bleiben, auf der Strecke war es komisch, allein zu sein." In Abwesenheit von der erkrankten Magdalena Neuner zeigt Darya Domracheva die eindeutig beste Laufleistung und lief mit vier Schießfehlern noch auf Rang zwei nach vorn. Null-Schützin Gregorin schlug sich auf der Schlussrunde beachtlich, konnte aber die Weißrussin natürlich nicht halten. Marie Laure Brunet zeigte in einer Loipe keine gute Leistung und wurde nach 20 Treffern Fünfte vor Olga Vilukhina, Synnoeve Solemdal und Marie Dorin Habert. Kaisa Mäkäräinen und Tora Berger kamen mit je fünf Fehlern über die Plätze neun und elf nicht hinaus.

Neuner krank - übrige DSV-Skijägerinnen zwischen 13 und 20

Ist Neuner krank, springt Henkel in die Bresche - das ist für die nächste Saison ohne Neuner ein Lichtblick. Magdalena Neuner entschied erst ganz kurzfrisitig nach Skitest und Einschießen unter Tränen, auf den Start zu verzichten. Im Hinblick auf die Heim-WM werde man kein Risiko eingehen und möglicherweise auf Kontiolahti verzichten, erklärte Hönig. Die anderen deutschen Skijägerinnen lieferten mit Platzierungen zwischen Rang 13 und 20 eine kompakte Mannschaftsleistung ab. Tina Bachmann lag lange auf Top5-Kurs, ließ dann aber noch stehend drei Scheiben schwarz, so dass sie noch bis auf Rang 13 zurückfiel. Eine Strafrunde weniger hatte Franziska Hildebrand zu laufen, beide nach dem dritten Schießen, was Rang 15 bedeutete. Miriam Gössner schoss insgesamt fünfmal daneben und schloss auf Rang 20 ab.

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