Biathlon-Weltcup Antholz: Fredrik Lindström feiert ersten Weltcupsieg

XC-Ski Redaktion am 20.01.2012 - 16:00 Uhr
Fredrik Lindström
© Manzoni/NordicFocus
Fredrik Lindström hat beim Biathlon-Weltcup in Antholz für eine Überraschung gesorgt und das Sprintrennen vor dem nächsten Überraschungsmann Evgeny Garanichev gewonnen. Dritter wurde Martin Fourcade.

Lindström nicht zu schlagen

Dass Fredrik Lindström seit der letzten Saison einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht hat, ist kein Geheimnis. Dass es heute in Antholz zu seinem ersten Weltcupsieg gereicht hat, kommt aber doch etwas überraschend. Der Schwede traf tadellos alle zehn Scheiben und zeigte eine tolle Laufleistung, vor allem in der letzten Runde beflügelt von den Informationen seiner Trainer. "Auf der letzten Runde führte ich mit 15 Sekunden Vorsprung, da habe ich gemerkt, dass ich gewinnen kann. Absolut aufregend, eine riesen Vorstellung von mir", meinte er. Lindström siegte mit 18 Sekunden Vorsprung vor Evgeny Garanichev, der ebenfalls so weit vorn nicht erwartet worden war. Der Russe blieb ebenfalls fehlerfrei und schaffte erstmals in seiner Karriere den Sprung auf das Podium. Martin Fourcade räumte ebenfalls alle zehn Scheiben ab und jubelte im Ziel mit Nummer 25 schon wie ein Sieger - später war er nach der Zielankunft des Russen sichtlich enttäuscht.

Birnbacher und Peiffer hinter dem Podium

Für die Deutschen Andreas Birnbacher und Arnd Peiffer reichte es knapp nicht zu einem Podiumsplatz, sie belegten die Ränge vier und fünf - Peiffer fehlerfrei, Birnbacher sogar mit einer Strafrunde und schnellster Laufzeit. "In Nove Mesto ging es von Rennen zu Rennen immer besser und ich fühle mich jetzt läuferisch wieder in einer guten Form, das hat man heute gesehen. Ich bin zufrieden mit dem Rennen. Ich bin im Moment läuferisch so gut wie nie. Das Training hat sich ausgezahlt und wenn man um das Podest mitläuft, ist es ein gutes Gefühl", meinte Birnbacher, der sich aber über den fünften Schuss liegend ärgerte, bei dem er offenbar nicht lange genug nachhielt. Auch Peiffer schloss das Rennen mit einem positiven Gefühl ab, obwohl er nach dem Schießen noch um den Sieg gekämpft hatte. "Ich bin zufrieden, ich habe das Optimum rausgeholt. Im Laufen habe ich mich nicht so gut gefühlt, gerade auf der letzten Runde ging es schwer. Da hatte ich noch Glück, dass der Flo mit mir mitgelaufen ist", erklärte Peiffer. "Es war nicht mein bester Lauftag, es war eine ganz schöne Quälerei, aber deswegen bin ich umso zufriedener, wenn man auch an solchen Tagen ein Top10-Ergebnis rausholt."

Greis mit schwacher Laufzeit abgeschlagen

Für Florian Graf stand am Ende der 25. Rang zu Buche, der Bayer musste zwei Strafrunden absolvieren, war aber dennoch deutlich besser als Michael Greis, der 32. wurde. Greis hatte die letzten beiden Weltcupwochen mit Schmerzen im operierten Fuß zu Trainingszwecken ausgelassen und verlor heute bei fehlerfreier Schießleistung enorm viel Zeit in der Loipe. Michael Rösch kam ebenfalls nach einer Trainingspause zurück in den Weltcup und enttäuschte mit vier Schießfehlern als 83. Simon Schempp musste kurzfristig erkrankt seinen Start absagen.

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