Biathlon-Weltcup: Franzosen gewinnen eisige Mixed-Staffel in Kontiolahti

XC-Ski Redaktion am 10.02.2012 - 14:08 Uhr
Anais Bescond, Sophie Boilley, Vincent Jay, Jean Guillaume Beatrix
© Manzoni/NordicFocus
Lange stand die Austragung des Rennens auf der Kippe, letztlich konnte sie bei knapp über -20°C doch dann mit Verspätung gestartet werden. Der Sieg ging an die Mannschaft aus Frankreich vor der Ukraine und der Slowakei.

Spannung bis auf die Ziellinie

Der Wettkampf im ostfinnischen Kontiolahti wurde von der eisigen Kälte bestimmt, die allen Athleten schwer zu schaffen machte. Am Ende setzten sich die erstklassigen Schützen aus Frankreich in der Besetzung Sophie Boilley, Anais Bescond, Jean Guillaume Beatrix und Vincent Jay mit nur fünf Nachladern. Auf der Schlussrunde war sich Jay mit einem Vorsprung von zwölf Sekunden auf die ukrainischen Schlussläufer offenbar recht siegessicher oder hatte nichts mehr zuzusetzen, denn am Stadioneingang war Serguei Sednev plötzlich hinter den Franzosen, was dieser sichtlich überrascht registrierte. Dennoch reichte es nicht mehr ganz für die Ukraine, die Natalya Burdyga, Olena Pidrushna, Andriy Deryzemlya und Serguei Sednev ins Rennen geschickt hatten und sich auch nur insgesamt vier Schießfehler leisteten. Rang drei ging an die enorm starken Slowaken Jana Gerekova, Anastasiya Kuzmina, Matej Kazar und Miroslav Matiasko mit acht Nachladern und 43 Sekunden Rückstand. Eine erstklassige Leistung am Schießstand mit nur drei Fehlschüssen zeigten die Russen Bogaliy-Titovets, Romanova, Makoveev und Shipulin, die aber dennoch vor allem wegen einer schwachen Laufleistung Bogaliys mit mehr als einer Minute Abstand nur Vierte wurden.

Lesser patzt als Schlussläufer

Laut Aussagen aller deutscher Starter hatte das Quartett sehr mit den äußeren Bedingungen zu kämpfen, so dass sie nicht ganz mit den Besten mithalten konnten. Dennoch lagen Tina Bachmann, Miriam Gössner, Daniel Böhm und Erik Lesser bis zum letzten Wechsel auf den Youngster mit etwa einer halben Minute Rückstand zumindest noch in Podestnähe. Diese Chance konnte der noch unerfahrene Thüringer leider nicht nutzen, da er mit großen Problemen am Schießstand zu kämpfen hatte: Liegend verklemmten sich die Hülsen im Lauf, die sich auch erst nach langer Zeit herausschütteln ließen, so dass trotz schnellem Schießen zwei Nachlader und weitere 30 Sekunden Rückstand hinzukamen. "Bei der Kälte geht alles ein bisschen schwerer. Das Repetieren, das sind mechanische Systeme. Das Metall wird extrem kalt. Gerade die Hülsen können dann schon im Lauf hängenbleiben und beim Erik... wenn dann die Hektik im Wettkampf noch dazukommt, da wird es dann nicht einfacher", erklärte Daniel Böhm die Probleme seines Kollegen. Diesem flatterten dann beim Stehendschießen auch noch zusätzlich zur Kälte die Nerven, so dass er zwei Strafrunden kassierte und insgesamt als Schlussläufer zwei Minuten auf die Spitze verlor. Mehr als Rang fünf war für die Skijäger nicht drin, vor den USA und den Gastgebern aus Finnland.

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