Ein Leben im Rampenlicht: Lena Neuner wünscht sich die Normalität zurück
sid/Biathlon2b am 08.03.2010 - 09:08 Uhr
Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner möchte kein Star sein. "Ich wünsche mir, mein Leben bleibt so, wie es war", so die 23-jährige Biathletin, die über ein frühes Karriereende nachdenkt.
Respektloses Verhalten der Öffentlichkeit
"Gold-Lena" Neuner will kein Star sein und kann sich nach einem möglichen frühzeitigen Karriereende einen Job bei Rekordmeister Bayern München vorstellen. Die Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver wünschte sich am Rande des großen Empfangs in ihrer Heimatgemeinde Wallgau vor allem die Normalität in ihrem Leben zurück und kritisierte das teilweise respektlose Verhalten der Öffentlichkeit.
Jagdszenen bei der Ankunft am Flughafen
"Ich bin nicht Olympiasiegerin geworden, um ein Star zu werden. Ich wünsche mir, mein Leben bleibt so, wie es war", sagte die Spitzen-Biathletin bei einer Pressekonferenz im Haus des Gastes von Wallgau. Die Jagdszenen bei der Ankunft auf dem Flughafen am Dienstag bezeichnete die mit zweimal Gold und einmal Silber erfolgreichste deutsche Sportlerin bei den Winterspielen als respektlos: "Ich habe gedacht, sie bringen mich um."
"Ich entscheide von Jahr zu Jahr"
Wohl auch deshalb ließ Neuner nach ihrer grandiosen Olympia-Premiere offen, ob sie ihre Karriere bis zu den Winterspielen 2014 in Sotschi fortsetzen will. "Ich entscheide von Jahr zu Jahr. Wichtig ist, dass man die nötige Motivation hat. Momentan ist das noch so", sagte die 23-Jährige. Sie hatte schon vor den Winterspielen ein frühzeitiges Karriereende angekündigt, auf jeden Fall vor möglichen Winterspielen 2018 in München. Ein eventuelles Finalziel könnte die Heim-WM 2012 in Ruhpolding sein.
Uli Hoeneß auf dem Anrufbeantworter
Schon jetzt macht sie sich Gedanken über ihre Zukunft nach der sportlichen Laufbahn, deshalb war sie über die persönliche Nachricht von Uli Hoeneß auf dem Anrufbeantworter auch besonders erfreut. Der Präsident des FC Bayern hatte ihr einen Job in der Marketingabteilung angeboten. "Es ehrt mich unheimlich. Man macht sich ja Gedanken, was danach kommt. Ich will mir das Ganze offenhalten", sagte Neuner.
Chance auf Gesamtweltcup
Erstmal sei das Ziel in den verbleibenden drei Weltcups bis zum Saisonende jedoch der Gewinn des Gesamtweltcups, wo Neuner mit ihren grandiosen Erfolgen die Führung übernommen hat. "Ich bin hoch motiviert und will den großen Pokal holen. Ich habe beste Chancen, dass ich das schaffe." Viel Zeit für Training bleibt bis zum Abflug nach Finnland am kommenden Mittwoch allerdings nicht. Neben Wäschewaschen muss sich Neuner daheim durch einen Postberg "im ganzen Flur" kämpfen.
"Die zwei Gold waren die Zugabe"
Im Rückblick sei in Vancouver die Silbermedaille zum Auftakt im Sprint der schönste Moment gewesen: "Damit hatte ich mir meinen Traum erfüllt. Das war die Belohnung für 13 Jahre Arbeit. Die zwei Gold waren die Zugabe." Ihren Verzicht auf die Staffel zugunsten ihrer Teamkollegin Martian Beck bezeichnete Neuner auch im Rückblick als richtig. Für ihre Geste war die Biathletin mit der Fair-Play-Plakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOSG) ausgezeichnet worden.
Ehrenbürgerin Wallgaus
Wallgaus Bürgermeister Hans-Jörg Zahler ("Wallgau befindet sich derzeit in einem regelrechten Goldrausch") zeichnete die prominenteste Einwohnerin der 1.400-Seelen-Gemeinde auf der größten Fete in der Geschichte Wallgaus mit der Ehrenbürgerwürde aus. Er posierte mit einem Hut mit Gamsbart mit Neuner und versprach ihr den Schutz ihrer Privatsphäre: "Wir wollen ihre Lebensqualität erhalten."
Respektloses Verhalten der Öffentlichkeit
"Gold-Lena" Neuner will kein Star sein und kann sich nach einem möglichen frühzeitigen Karriereende einen Job bei Rekordmeister Bayern München vorstellen. Die Doppel-Olympiasiegerin von Vancouver wünschte sich am Rande des großen Empfangs in ihrer Heimatgemeinde Wallgau vor allem die Normalität in ihrem Leben zurück und kritisierte das teilweise respektlose Verhalten der Öffentlichkeit.
Jagdszenen bei der Ankunft am Flughafen
"Ich bin nicht Olympiasiegerin geworden, um ein Star zu werden. Ich wünsche mir, mein Leben bleibt so, wie es war", sagte die Spitzen-Biathletin bei einer Pressekonferenz im Haus des Gastes von Wallgau. Die Jagdszenen bei der Ankunft auf dem Flughafen am Dienstag bezeichnete die mit zweimal Gold und einmal Silber erfolgreichste deutsche Sportlerin bei den Winterspielen als respektlos: "Ich habe gedacht, sie bringen mich um."
"Ich entscheide von Jahr zu Jahr"
Wohl auch deshalb ließ Neuner nach ihrer grandiosen Olympia-Premiere offen, ob sie ihre Karriere bis zu den Winterspielen 2014 in Sotschi fortsetzen will. "Ich entscheide von Jahr zu Jahr. Wichtig ist, dass man die nötige Motivation hat. Momentan ist das noch so", sagte die 23-Jährige. Sie hatte schon vor den Winterspielen ein frühzeitiges Karriereende angekündigt, auf jeden Fall vor möglichen Winterspielen 2018 in München. Ein eventuelles Finalziel könnte die Heim-WM 2012 in Ruhpolding sein.
Uli Hoeneß auf dem Anrufbeantworter
Schon jetzt macht sie sich Gedanken über ihre Zukunft nach der sportlichen Laufbahn, deshalb war sie über die persönliche Nachricht von Uli Hoeneß auf dem Anrufbeantworter auch besonders erfreut. Der Präsident des FC Bayern hatte ihr einen Job in der Marketingabteilung angeboten. "Es ehrt mich unheimlich. Man macht sich ja Gedanken, was danach kommt. Ich will mir das Ganze offenhalten", sagte Neuner.
Chance auf Gesamtweltcup
Erstmal sei das Ziel in den verbleibenden drei Weltcups bis zum Saisonende jedoch der Gewinn des Gesamtweltcups, wo Neuner mit ihren grandiosen Erfolgen die Führung übernommen hat. "Ich bin hoch motiviert und will den großen Pokal holen. Ich habe beste Chancen, dass ich das schaffe." Viel Zeit für Training bleibt bis zum Abflug nach Finnland am kommenden Mittwoch allerdings nicht. Neben Wäschewaschen muss sich Neuner daheim durch einen Postberg "im ganzen Flur" kämpfen.
"Die zwei Gold waren die Zugabe"
Im Rückblick sei in Vancouver die Silbermedaille zum Auftakt im Sprint der schönste Moment gewesen: "Damit hatte ich mir meinen Traum erfüllt. Das war die Belohnung für 13 Jahre Arbeit. Die zwei Gold waren die Zugabe." Ihren Verzicht auf die Staffel zugunsten ihrer Teamkollegin Martian Beck bezeichnete Neuner auch im Rückblick als richtig. Für ihre Geste war die Biathletin mit der Fair-Play-Plakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOSG) ausgezeichnet worden.
Ehrenbürgerin Wallgaus
Wallgaus Bürgermeister Hans-Jörg Zahler ("Wallgau befindet sich derzeit in einem regelrechten Goldrausch") zeichnete die prominenteste Einwohnerin der 1.400-Seelen-Gemeinde auf der größten Fete in der Geschichte Wallgaus mit der Ehrenbürgerwürde aus. Er posierte mit einem Hut mit Gamsbart mit Neuner und versprach ihr den Schutz ihrer Privatsphäre: "Wir wollen ihre Lebensqualität erhalten."
Gast Luis am 09.03.10 17:53 Uhr
Lena ist einfach eine Supersportlerin und - was noch mehr zählt - ein Super-Mensch! Es ist schon erschreckend, was blinder Fanatismus und Gelegenheits-Biathlon-Interesse bewirken. Wenn das Ganze dann noch von einer bestimmten Boulevard-Presse bzw. von Schreiberlingen, die an sich null Ahnung haben, genährt wird, dann entstehen "Jagdszenen in Oberbayern".
Gut, daß Lena versucht, Mensch zu bleiben und immer solide mit beiden Füßen am Boden bleibt. Ich respektiere sie total. Und sie wird auch das Richtige entscheiden.
Lena ist einfach eine Supersportlerin und - was noch mehr zählt - ein Super-Mensch! Es ist schon erschreckend, was blinder Fanatismus und Gelegenheits-Biathlon-Interesse bewirken. Wenn das Ganze dann noch von einer bestimmten Boulevard-Presse bzw. von Schreiberlingen, die an sich null Ahnung haben, genährt wird, dann entstehen "Jagdszenen in Oberbayern".
Gut, daß Lena versucht, Mensch zu bleiben und immer solide mit beiden Füßen am Boden bleibt. Ich respektiere sie total. Und sie wird auch das Richtige entscheiden.
Gast Wolfgang Ndasi-Donner am 09.03.10 16:21 Uhr
Ich kann das sehr gut verstehen. Während der Olympischen Spiele erschienen auf einer anderen Biathlon-Seite, auf der sonst überwiegend inzteressante und nette Kommentare zu lesen waren, plötzlich massenweise Kommentare von bis dahin dort nie aufgetauchten Menschen, die beispielsweise wegen des Staffelverzichts "ihre Medailllienchancen" als gering einschätzten und teils übelartige Kommentare abgaben. Wenn man dann noch persönlich mit diesen Vollidioten zu tun bekommt, wundert es mich nicht, dass der Spass schwindet. EInen Trost kann ich aber spenden - im Sommer kommt die Fussball-Weltmeisterschaft, was diese Leute schnell dazu bringt, sich darauf zu stürzen und hinterher vielleicht nicht mal mehr zu wissen, was Niathlon eigentlich ist.
Ich kann das sehr gut verstehen. Während der Olympischen Spiele erschienen auf einer anderen Biathlon-Seite, auf der sonst überwiegend inzteressante und nette Kommentare zu lesen waren, plötzlich massenweise Kommentare von bis dahin dort nie aufgetauchten Menschen, die beispielsweise wegen des Staffelverzichts "ihre Medailllienchancen" als gering einschätzten und teils übelartige Kommentare abgaben. Wenn man dann noch persönlich mit diesen Vollidioten zu tun bekommt, wundert es mich nicht, dass der Spass schwindet. EInen Trost kann ich aber spenden - im Sommer kommt die Fussball-Weltmeisterschaft, was diese Leute schnell dazu bringt, sich darauf zu stürzen und hinterher vielleicht nicht mal mehr zu wissen, was Niathlon eigentlich ist.
Gast Feng Chui mit Reis und Ente am 09.03.10 10:53 Uhr
aufhören? mit 23? und dann? Karriere als Strickerin?
aufhören? mit 23? und dann? Karriere als Strickerin?
Gast Hong kong pfui am 08.03.10 15:08 Uhr
Jetzt wäre die richtige Zeit aufzuhören.
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Wann man seine sportliche Laufbahn beenden möchte sollte jedem Sportler freigestellt bleiben. Was bringt es denn, wenn der Kopf nicht frei ist und die sportl. Leistung darunter leidet?! Nur noch mehr "Aufhänger" für die Möchtegern-Sport-Fans. Auf das Gerede von solchen Leuten, die unter anderem auch den Staffelverzicht angezwefelt haben, sollten Sportler nichts geben. Jedes Nachdenken über solche Kommentare ist verschwendete Energie. Und im Übrigen zum unten stehenden Kommentar "Karriere als Strickerin" : aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass man auch als ehemaliger Leistungssportler nach der sportl. Laufbahn Karriere machen kann. Mit 21 verletzungsbedingt aus dem Leistungssport ausgestiegen - danach Jurastudium - beide Staatsexamina erfolgreich absolviert! Und Leistungssportler nur auf ihr sportliches Können zu reduzieren ist nicht nur repektlos; es ruft genau die Reaktionen hervor, die im oben beschrieben sind - "Jagd" auf den Sportler und dabei die Mißachtung der Persönlichkeitsrechte des Menschen. Ich wünsche Magdalena, dass sie daheim ein wenig Ruhe findet, den Streß vergessen und sich auf ihren Sport konzentrieren kann. Und sollte sie ihre Karriere beenden egal ob früher oder später , so bin ich mir sicher, dass auch sie mit ihrer offenen und natürlichen Art ihren Weg machen wird.