Während der WM: Morddrohung gegen Biathlon-Star Magdalena Neuner

sid/xc-ski am 12.04.2012 - 22:13 Uhr
Magdalena Neuner
Die zurückgetretene Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner hatte bei den Titelkämpfen in Rupolding eine Morddrohung erhalten. Das bestätigte die 25-jährige Wallgauerin dem Münchner Merkur (Freitagausgabe). "Wahrscheinlich gehört das zum Berühmtsein", sagte die Doppel-Olympiasiegerin.

Sicherheitskräfte im Einsatz

Aus der Ruhe bringen lassen hatte sich die Weltcup-Gesamtsiegerin durch den Vorfall aber nicht. "Ich konnte das ganz gut ausschalten. Das hat mich selber überrascht. Ich habe versucht, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es waren auch ständig genügend Zivilpolizisten und andere Sicherheitskräfte um mich herum im Einsatz. Ich habe mich sicher gefühlt", sagte Neuner.

Keine Reue nach Rücktritt

Ihren Rücktritt vom Leistungssport hat Neuner bislang nicht bereut. "Es ist alles superschön. Mir ist es nie langweilig. Für mich ist das abschlossen, das Thema ist vorbei. Ich selber habe in den letzten Wochen so gut wie überhaupt nicht mehr an Biathlon gedacht", sagte sie. Nach ihrem sportlichen Abschied hat die zwölfmalige Weltmeisterin am Freitag abseits der Loipe einen großen Auftritt. Dann steigt auf dem Wallgauer Dorfplatz vor rund 5000 Fans die große Abschiedsparty für Neuner.

"Ich habe nie große Angst gehabt!"

"Es war nicht die erste Situation dieser Art, aber die meisten Leute bekommen das eben nicht mit", sagte die 25-Jährige am Rande der großen Abschiedsparty in ihrer bayerischen Heimatstadt Wallgau: "Ich habe aber nie wirklich große Angst gehabt." Grund dafür sei unter anderem die gute Bewachung durch Zivilpolizisten und andere Sicherheitskräfte gewesen. "Ich lasse mir auch meinen Abschied nicht kaputt machen", sagte Neuner, vor der großen Parade in der Gemeinde 100 km südlich von München, zu der sich am Abend etwa 5000 Fans angekündigt hatten: "Ich möchte das genießen."

"Ich bin im "Unruhestand" "

Nur wenige Wochen nach dem Ende ihrer Karriere genießt die Doppel-Olympiasiegerin ihre "Biathlon-Rente" derweil in vollen Zügen, auch wenn sie sagt: "Ich bin eher im Unruhestand, seit ich daheim bin. Es gibt wirklich viel zu tun." Trotzdem habe die Ausnahmekönnerin vom Leistungssport schon abschalten können und sich mit anderen Dingen beschäftigt. Eine mögliche Rückkehr stehe deswegen überhaupt nicht zur Debatte. Erst am Freitag war bekannt geworden, dass Neuner aufgrund einer ernstzunehmenden Morddrohung in Ruhpolding bei den Weltmeisterschaften besonders geschützt werden musste. Zuvor hatte die zwölfmalige Weltmeisterin bereits negative Erfahrungen mit Stalkern gemacht. Im Februar dieses Jahres wurde ein 44-Jähriger, der auf den Balkon ihres Haus geklettert war, vom Landgericht München zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

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