Reaktionen nach den Sprintrennen: "Meine Fitness liegt bei 90% nach der Krankheit

XC-Ski Redaktion am 11.02.2012 - 20:24 Uhr
Magdalena Neuner gewinnt vor Kaisa Mäkäräinen und Darya Domracheva
© Manzoni/NordicFocus
Magdalena Neuner und Martin Fourcade heißen die Sieger der Sprintrennen in Kontiolahti. Hier ihre Aussagen von der Pressekonferenz ...


Martin Fourcade (FRA)

An das gelbe Trikot darf man nicht denken. Ich muss versuchen, in jedem Rennen das Beste zu geben und mich nur auf das eine Rennen zu konzentrieren. Ich habe vor allem gegen mich selber gekämpft. Ich habe nicht an Emil, das Gelbe Trikot oder etwas anderes gedacht…das hat auch so gepasst. Heute lief es ganz gut. Ich hatte Startnummer eins und musste gegen mich selbst kämpfen, weil ich keine Zeiten von anderen hatte. Es war sehr schwer am Anfang der Woche mit der Kälte, aber jetzt jetzt war es schon okay. Wir können bei diesen Bedingungen laufen, kein Problem. Ich glaube, die IBU hat eine gute Entscheidung getroffen, das Programm so zu verändern und die Mixed-Staffel vorzuziehen.

Timofey Lapshin (RUS)

Ganz ehrlich, ich bin so schnell wie möglich gelaufen und habe versucht, so gut wie möglich zu schießen. Meine Trainer haben mir gesagt, dass ich an der letzten Zwischenzeit Zeit verloren habe und so habe ich noch mehr zugelegt, aber ich kam trotzdem noch etwas zu spät.

Benjamin Weger (SUI)

Es schmeichelt mir, Wilhelm Tell der Loipe genannt zu werden und mit dem Vater der Schweiz verglichen zu werden. Erwartet hatte ich so ein Ergebnis nicht: Ich habe gewusst, läuferisch bin ich gut drauf und Liegendschießen passt auch. Ich mag diese langen Anstiege, die sind gut für mich. Das Einzige, was nicht immer klappt, ist das Stehendschießen und da habe ich im Training den Fokus drauf gesetzt und das hat geklappt und dann landet man sehr weit vorn. Mein Ziel ist es bei der WM ein gutes Rennen zu machen und was es dann wird, sieht man dann.

Daniel Böhm (GER)

Die WM-Quali war grundsätzlich nebensächlich. Man versucht in so einem Wettkampf eine gute Leistung zu bringen und wenn dann so eine Leistung bei rauskommt ist es schön, wenn dann eventuell noch so eine WM-Norm rausspringt. Ich bin erstmal froh, fehlerfei am Schießstand geblieben zu sein. Im Laufen geht es ziemlich schwer, bei dem kalten Wetter das Laufgefühl zu finden. Im Endeffekt bin ich natürlich sehr zufrieden. Das Augenproblem ist nach wie vor vorhanden, ich habe es wieder in der letzten Runde gemerkt, aber solange es beim Schießen nicht beeinträchtigt, ist alles machbar. Frostresistent muss hier jeder sien, der ins Ziel kommt und ich denke, es findet jeder den eigenen Weg, sich dick genug einzupacken.

Mark Kirchner (GER)

Mit Daniels Leistung kann man sehr zufrieden sein. Er ist fehlerfrei am Schießstand geblieben und die ersten Zehn sind innerhalb von 20 Sekunden und da ist absolut Tuchfühlung vorhanden. Damit bestätigt er das, was er zur Europameisterschaft gezeigt hat.

Magdalena Neuner (GER)

Ich wäre besser gewesen, wenn ich nicht krank gewesen wäre und hätte trainieren können, aber ich bin schon überrascht, dass es so gut gelaufen ist. Ich habe ja die ganze Woche über gar nichts gemacht und habe nur im Bett gelegen. Was mir aber zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, sich auszukurieren und den Massenstart in Oslo auszulassen. Ich bin heute mit einem Sieg dafür belohnt worden. Ich habe mich am Anfang gar nicht so sehr auf den Wettkampf konzentrieren können, weil ich Dopingkontrolle gehabt habe am Morgen. Ich musste dann zwei Kilometer zu Fuß hierhergehen, hatte kein Gewehr und keine Schuhe und es war alles ein bisschen aufregend vor dem Wettkampf und ich hatte gar keine Zeit, mir Gedanken zu machen. Das war vielleicht ganz gut. Während des Rennens habe ich schon gemerkt, dass ich die ganze Woche nichts gemacht habe, dass die Bewegungsabläufe noch ein bisschen unkoordiniert sind. Aber die Kräfte sind zurückgekehrt und ich bin echt froh, dass ich es so durchziehen konnte. Meine Fitness liegt etwas bei 90% nach der Krankheit, aber ich habe noch zwei weitere Wochen Training vor der WM in Ruhpolding.

Kaisa Mäkäräinen (FIN)

Es war mir für die Fans wichtig, hier eine gute Platzierung zu machen. Ansonsten bekommen wir hier die gleichen Punkte wie woanders. Es ist schon schön im eigenen Bett zu schlafen, aber es ist nicht wie im Hotel, denn nun muss ich selber Saubermachen und Kochen.

Darya Domracheva (BLR)

Magdalena schießt nun sehr gut. Eventuelle kann sie mir ein paar Ratschläge geben! Ich glaube ich kann immer noch einiges in den nächsten Wochen verbessern.

Andrea Henkel (GER)

Ich habe in der letzten Zeit gar keinen Fehler stehend geschossen, es hätte auch Null werden können. Ich habe liegend meine Zeit genommen, die ich gebraucht habe. Stehend war schon ärgerlich. Ich hatte zweimal Skiunterwäche drunter, zwei paar Handschuhe inklusive Windstopper und das Tape. Meine Stulpen habe ich leider vergessen. Mit der Kälte war es in Ordnung. An meinem Körper war es mir nicht kalt. Ich konnte alles machen, man halt mehr an und ist deshalb etwas unbeweglicher.

Tina Bachmann (GER)

Ich habe mein Schießen auch immer weiter stabilisiert. Am Anfang der Saison hat es noch nicht so gut geklappt, im Training war ich immer gut dabei im Schießen und so langsam kann ich das auch im Wettkampf umsetzen so wie heute. Man muss immer für sich selbst kämpfen und bei sich selbst bleiben und das positive Gefühl aus dem Training mit in den Wettkampf nehmen und das gelingt mir immer besser, es umzusetzen. Heute war es wesentlich angenehmer zu laufen, wenn es 5 Grad wärmer ist. Aber ich muss schon sagen, ich hatte gestern Abend schon noch Schmerzen und einen richtigen Druck auf der Lunge. Aber der Doc hat mir dann noch Erkältungsbalsam gegeben, damit das alles entkrampft und dann bin ich heute morgen aufgestanden und war beschwerdefrei.


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