Reaktionen nach den Sprints: "Die Sonne war ein gutes Omen!"

XC-Ski Redaktion am 02.02.2012 - 18:50 Uhr

© Manzoni/NordicFocus
Magdalena Neuner und Evgeny Garanichev haben die Sprintrennen bem Biathlon-Weltcup in Oslo für sich entschieden. Hier einige Aussagen nach dem Rennen ...

Magdalena Neuner (GER)

Das war wirklich perfekt. Es war schon etwas Besonderes zu gewinnen, denn ich war ein wenig krank und ich war mir nicht sicher, wie ich mich fühlen würde. Und so war es umso toller, hier mit dieser tollen Atmosphäre gewinnen zu können. Das Schießen ist oft der Schlüssel zum Erfolg aber heute war es besonders wichtig. Ich habe mich sehr darauf konzentriert, denn ich wusste nicht, wie ich mich auf der Strecke fühlen würde. Ich hatte heute viel Spaß. Es macht viel Spaß, wenn ich in guter Form bin. Aber es ist immer auch ein harter Kampf, insbesondere wenn man gegen Darya oder Tora laufen muss. Ich weiß auch nicht, was ich anders mache als die anderen. Heute war es für mich ein besonderes Rennen, weil ich nicht wusste, ob ich überhaupt an den Start gehen kann. Ich lag am Montag noch mit erhöhter Temperatur im Bett und dachte, ich könne gleich wieder heimfliegen. Aber ich habe die Kurve gekratzt, habe mich gezwungen, mich ins Bett zu legen und wieder auszukurieren. Das war die richtige Entscheidung. Ich habe mich am Schießstand unheimlich sicher gefühlt und habe auf der Strecke versucht, mich nur auf das Rennen zu konzentrieren und nicht irgendwie auf Halskratzen oder sonstwas. Das Ergebnis ist ein Sieg heute. Sobald ich am Start stand, kam die Sonne raus und da dachte ich schon, das ist ein gutes Omen.

Darya Domracheva (BLR)

Ich hatte ein gutes Gefühl am Schießstand aber bei dem einen Schuss habe ich meine Konzentration verloren. Das war mein Fehler.

Tora Berger (NOR)

Ich hatte keine Strategie. Ich habe nur mein Bestes auf der letzten Runde gegeben. Es hat wirklich viel Spaß gemacht hier vor allen dem Leuten und den Kindern entlang der Strecke zu laufen. Hier in Holmenkollen ist es immer schön.

Franziska Hildebrand (GER)

Ich bin zufrieden. ich habe wieder am Schießstand ordentlich gearbeitet und auf der Strecke mein Bestes gegeben. Es ist eine sehr angenehme Strecke, man hat keine zu steilen Anstiege und es geht relativ harmonisch rum. Mit Platz 13 habe ich eine gute Ausgangsposition für dem Verfolger und ich hoffe, dass ich am Schießstand wieder genauso gut arbeiten kann und auf der Strecke. Wie immer gebe ich mein Bestes.

Miriam Gössner (GER)

Für den ersten Wettkampf wieder war es okay. Ich ärgere mich ein bisschen über mein Liegendschießen. Ich habe beim ersten Schuss noch nicht mal auf die Scheibe geschossen. Ich hatte so kalte Finger, dass ich den Abzug nicht gespürt habe und während ich auf die Scheibe gegangen bin schon den Schuss abgegeben habe. Das war ein bisschen ärgerlich. Der zweite Schuss war dann schon ein bisschen näher dran und die anderen im Zentrum. Es ist nicht so leicht, wenn man so kalte Finger hat, aber es geht allen gleich, da muss jeder durch.

Andrea Henkel (GER)

Ich habe mich auf der Strecke besser gefühlt als gedacht, weil ich am Wochenende noch erkältet war. Ein Fehler im Sprint geht schon. Es geht immer besser, aber es ist eine gute Ausgangsposition für Samstag. Ich habe kein großes Risiko geschossen, ich habe zwischen jedem Schuss zweimal geatmet. Das hatte ich im Training schon mit einem geschafft, aber Stück für Stück komme ich der Sache näher.

Tina Bachmann (GER)

Es war für mich ein gutes Rennen, ich habe mich gut gefühlt am Schießstand. Es war ein bisschen ärgerlich, dass ich kalte Finger bekommen habe und dadurch liegend der eine Schuss ausgekommen ist, den ich eigentlich nicht abgeben wollte. Soweit, so gut. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass richtiger Winter ist. Und wenn man das dann geschafft hat, stören uns die minus zehn Grad auch nicht mehr. Für mich ist entscheidend, das sich ein gutes Gefühl am Schießstand hatte und da weiß ich, dass ich auch mit Null weggehen kann. Dann steht einem guten Verfolger nichts im Wege.



Evgeny Garanichev (RUS)

Heute bin ich wirklich aufgeregt. In Antholz ist es mir nicht gelungen, den ersten Platz zu erreichen, aber ich habe nicht aufgegeben. Ich habe seitdem sehr hart trainiert und heute war ich erfolgreich. Die Norweger heute in ihrem Heimatstadion zu schlagen, haben wir heute vor dem Wettkampf diskutiert. Wir haben darüber in der Mannschaftssitzung Späße gemacht, aber nun ist es tatsächlich passiert. Ich denke nicht dass ich ein Rookie bin, unsere ganze Mannschaft besteht nun aus Rookies. Man soll immer davon ausgehen, dass alles möglich ist. Ich bin das erste Mal hier gestartet und es ist eine tolle Athmosphäre und gefällt mir sehr.

Arnd Peiffer (GER)

Ich bin sehr froh. Ich habe heute mein Bestes gegeben. Vor allem auf der Strecke war ich gut. In Oberhof lag ich 1.7 Sekunden vor Simon. Manchmal bist du vorne in diesen Situationen und manchmal halt etwas hinten. Ich hatte keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen, wer vorne war oder wer hinten. Ich musste nur eine gute letzte Runde laufen. Es war ein gutes Rennen, gerade weil es beim Schießen so gut geklappt hat, das freut mich natürlich. Es ist relativ unangenehm heute zu laufen von der Temperatur her, es sind zwar nur -8 oder -9 Grad, aber es fühlt sich sehr viel kälter an. Es war nicht so einfach, aber ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden. Ich freue mich, dass ich im Januar wieder so gut in Form gekommen bin, aber das ist der Erfahrungswert, den ich aus den letzten beiden Jahren mitgenommen habe. Da wusste ich, im Januar und Februar geht es wieder bergauf und dass es sich wieder so bestätigt, ist natürlich schön. Ich freue mich über den zweiten Platz, der erste wäre noch schöner gewesen. Ich habe alles gegeben auf der letzten Runde und es noch einmal richtig spannend gemacht.

Emil Svendsen (NOR)

Es ist wichtig hier auf dem Heimatboden einen Norweger auf dem Treppchen zu haben. Wir möchten unseren Fans zeigen, wie gut wir sind. Ich denke nicht über das gelbe Trikot nach…jeder Wettkampf ist wichtiger. Ich muss nur weiter hart arbeiten. Unsere Mannschaft hat in Antholz wirklich gelitten. Normalerweise geht es einem von uns immer gut, aber dann lief es wirklich für alle schlecht und der Druck von den Medien und den Fans kam hinzu. Dann sind wir zurückgekommen und hatten in der Nähe von Lillehammer ein paar richtig gute Trainingstage. Das hat uns wieder ein Lächeln ins Gesicht gebracht. Ich denke es wird uns gelingen, wieder zur alten Form zurück zu finden. Es ist im Moment wohl besser als es den Anschein hat. Ich war nicht so gut im Schießen, aber ich weiß nicht, was passiert ist. Wir haben ein kurzes Trainingslager mit allen auf Intensität gehabt. Wir sind wieder auf dem richtigen Weg. Wir sind zurück und werden besser und besser bis zu den Weltmeisterschaften.

Simon Schempp (GER)

Ich bin ganz zügig losgelaufen, habe dann nach der Hälfte des Rennens aber schon gemerkt, dass ich nicht ganz fit bin. Dann bin ich noch ganz schön blau gegangen zum Schluss. Wahrscheinlich fehlt die Substanz noch ein bisschen, weil ich in Antholz ein bisschen angeschlagen war und nicht gelaufen bin. Vielleicht hängt mir das noch ein bisschen nach. Im Schießen ist es mit zweimal letzter Schuss auch ärgerlich und da kommt dann das Ergebnis zustande.









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