Reaktionen vom Samstag: "In Oslo werde ich deutsche Socken tragen!"

XC-Ski Redaktion am 21.01.2012 - 21:17 Uhr

© Manzoni/NordicFocus
Andi Birnbacher hat sich den Sieg im Massenstart gesichert, in der Damenstaffel triumphierten erstmals seit fünf Jahren die Französinnen. Was es mit der Sockenwahl auf sich hat und was nach dem Rennen noch gesagt wurde, haben wir euch hier zusammengefasst ...

Andreas Birnbacher (GER)

Ich habe keinen großen Gedanken an die Schlussrunde verschwendet, ich habe nur geschaut, dass ich so viele Kräfte wie möglich spare. Ich habe gewusst, es würde zum Schlusspurt kommen, also musste ich aufpassen, dass keiner wegläuft. Und das war dann auch so. Ich habe mir die Kräfte aufgehoben bis zum letzten Anstieg, dass da keiner weggkommt und der Schlussspurt ist immer so eine Sache, da weiß man nie genau, wie es ausgeht. Ich habe gewusst, dass an der Huber-Alm jemand attackiert, habe aber auf den Martin getippt. Aber ich habe gewusst, wenn ich da dran bin, kommt es zum Zielsprint und so war es auch. Ich habe gesehen, dass auf Schießbahn eins und zwei eine Scheibe stehengebleiben ist, als ich zum letzten Schießen kam. Ich habe gewusst, ich muss meine Chance nutzen und so schnell wie möglich meine fünf Treffer bringen. Das ist mir Gott sei Dank gelungen, aber es hat ganz schön reingewackelt.
Ich bin erst einmal in so einen Dreikampf verwickelt worden - hier bei der WM 2007, wo ich Zweiter wurde. Damals war meine Form nicht so gut wie heute. Heute war es sehr schön, als Sieger hervorzugehen. Ich habe meine Lektionen aus den vergangenen Saisonen gelernt. Heute nehme ich das alles nicht mehr so ernst, wenn es mal nicht läuft. Heute bin ich reifer….Manche Athleten sind gut, wenn sie jung sind wie Martin, aber andere werden mit dem Alter besser. Das letzte Schießen war ziemlich hart, aber ich hatte Glück. Aber es war auch einfach schön, alle fünf Scheiben zu treffen.

Anton Shipulin (RUS)

Ich wusste, dass vor allem die beiden Stehendschießen wichtig sein würden. Als das bei mir gut geklappt hat, wusste ich, dass ein Podiumsplatz möglich sein könnte. Es war wirklich ein großer Traum von mir, heute auf das Podium zu kommen und mein Traum ist wahr geworden.

Martin Fourcade (FRA)

Ich habe keinen Mentaltrainer. Meine einzige Psychologin ist meine Freundin. Auch meine Mannschaftskollegen helfen mir sehr. Sie fordern mich in jedem Training heraus und das ist ein gutes Training dafür, ganz oben zu stehen. Ich dachte, Fredrik Lindström wäre heute mein größter Konkurrent. Heute habe ich schwedische Socken getragen, um Fredrik schlagen zu können. Ich denke, in Oslo werde ich deutsche Socken tragen!




Marie Dorin Habert (FRA)

Ich war sehr besorgt. Ich bin froh, dass sie eine Nachladepatrone mehr brauchten als wir, oder es wäre viel enger geworden. Darya ist auf den Skiern besser als ich, aber dieser extra Schuss hat den Unterschied gemacht. Danke Weißrussland!

Marie Laure Brunet (FRA)

Es war wunderbar, zu gewinnen.

Nadezhda Skardino (BLR)

Wir haben nach der letzten Staffel realisiert, dass unser Laufen gut war, aber dass wir am Schießstand nicht gut gearbeitet hatten und uns total auf Darya verlassen hatten. Wir arbeiten hart am Schießen und hoffen, dass wir das bei den Weltmeisterschaften wieder schaffen.

Olga Vilukhina (RUS)

Das war unsere Probestaffel für die Weltmeisterschaften und ich denke, dass wir als Team gut gearbeitet haben.

Franziska Hildebrand (GER)

Heute habe ich die Höhe ganz schön gemerkt, auf der Mitte der zweiten Runde wurde es dünn und auf der letzten Runde ging mir die Luft aus. Ich denke, das Schießen war okay, der eine Fehler stehend vielleicht etwas ärgerlich. Aber ansonsten bin ich wieder gut über den Schießstand gekommen und hintenraus war dann die Luft weg.

Magdalena Neuner (GER)

Miri hat es toll gelöst, das ist immer schwierig , wenn man den ersten Schuss danebenschießt. Ich kenne das. Da muss man sich schon ganz schön zusammenreißen, das man nicht ins Schleudern gerät und Angst kriegt, aber das hat sie ganz toll gemacht. Aber irgendwie wusste ich, dass sie das kann. Liegend habe ich ziemlich Pech gehabt, Liegend ist ja eigentlich meine starke Disziplin. Ich habe dann zwar dreimal links gedreht, aber ich war mir nicht ganz sicher. Vielleicht hätte ich vier Rasten draufnehmen sollen, aber das macht man so selten. Ich bin in einer sehr guten Laufform, ich habe es zwar heute auch gemerkt durch die Summation der Wettkämpfe, aber allen anderen geht es auch so und ich denke, es war ein tolles Rennen. Das Liegend sehe ich als Pech, weil ich weiß, das ich liegend echt gut bin und ich kann es von meiner Position nicht sehen, wo die Schüsse sind und das verunsichert dann. Stehend habe ich natürlich gemerkt, dass ich auf der Strecke einiges aufzuholen hatte und da zittert man da schon ein bisschen, aber es hat ganz gut geklappt.

Miriam Gössner (GER)

Die Tina war heute früh schon ziemlich aufgeregt, sie hat gesagt, dass das keine leichte Aufgabe ist. Sie hat mir wahnsinng leid getan. Ich habe oft in ähnlichen Situationen Strafrunden geschossen. Es ist kein schönes Gefühl und keine schöne letzte Runde für sie. Aber wir werden sie im Ziel empfangen und wieder aufmuntern. Nächstes Mal werden wir es einfach versuchen, besser zu machen.

Tina Bachmann (GER)

Ich hatte ein gutes Gefühl und war auch liegend sehr optimistisch. Dann habe ich stehend Nähmaschine bekommen und dann wurde es immer schlimmer, je länger ich stand. Ich wollte Laufen und Schießen unter einen Hut bekommen, habe es aber nur die Hälfte des Rennens geschafft.

Gerald Hönig (GER, Trainer)

Die Tina hat liegend hervorragend gearbeitet, das brachte viel Selbstvertrauen. Ich dachte, sie kommt mit breiter Brust zum Stehendschießen, aber die Schüsse zwei bis vier hat sie weggeschossen und hatte dann noch einen Repetierfehler und am Ende war sie dann von der Rolle.

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Biathlon finden Sie auf www.sportlerfrage.net

www.sportlerfrage.net: Die große Ratgeber-Community für gute Fragen und hilfreiche Antworten