Stimmen aus Antholz: "Das war nicht mein hellster Moment!"

XC-Ski Redaktion am 22.01.2012 - 19:07 Uhr

© Manzoni/NordicFocus
Kuriosum am Ende der Herrenstaffel: Martin Fourcade lädt nach, obwohl er schon längst alles getroffen hat. Was er zu seinem Fauxpas sagte und was Darya Domracheva zu ihrem Sieg meinte, findet ihr hier ...

Darya Domracheva (BLR)

Ich habe an nichts gedacht beim letzten Schießen, ich hatte einen Tunnelblick. Es war mein Kampf Ich gegen die Ziele, wie Klaus (Siebert)immer sagt beim Training. Das war unser gemeinsamer Sieg. Ich war mir nicht sicher wegen des Sieges, habe mich nur konzentriert und mein Rennen abgeliefert. Ich hoffe, dass ich auch in Ruhpolding eine so gute Leistung abliefern kann. Ich denke, solche Situationen und Probleme, wie wenn man so früh zurückliegt, machen mich einfach nur noch stärker und geben mir noch mehr Motivation. Ich hatte heute ein sehr gutes Gefühl auf den Skiern. Antholz ist ein toller Platz für mich. Es ist hier perfekt für meine Lauftechnik.

Anastasiya Kuzmina (SVK)

Ein ganz großes Dankeschön an meinen Trainer Juraj Sanitra. Er ist zurückgekehrt, um wieder mit mir zu arbeiten und das war eine gute Motivation. Er ist auch so etwas wie mein Psychologe. Es ist unglaublich für mich, hier zu sein….. Heute war es auch ein guter Test für meine Form. Ich weiß nun, dass ich mit diesen starken Frauen mithalten kann. Ich hoffe, ich kann in dieser Form für den Rest der Saison so weitermachen. Ich möchte auch allen danken, die mich unterstützt haben und die an mich geglaubt haben.

Magdalena Neuner (GER)

Ich hatte vorher drei gute Schießeinlagen und so sind zwei Fehler OK. Ich bin mit dem Wettkampf zufrieden.

Andrea Henkel (GER)

Beim ersten Schießen hatte ich eine Verlagerung, das war ärgerlich. Der Fuß war heute super, ich muss mich bei den Ärzten bedanken, sonst hätte ich nicht laufen können. Ich habe mich aber nicht gut gefühlt, der ganze Stress wegen dem Fuß hat mich beeinflusst.



Jean Guillaume Beatrix (FRA)

Das ist eine schöne Überraschung für uns. Das ist die erste Staffel der Saison für mich und so ist das wirklich toll zu gewinnen.

Alexis Boeuf (FRA)

Ich hoffe, ich komme so bald als möglich auch bei Einzelwettkämpfen wieder auf das Podest. Momentan kann ich den einen Tag schnell laufen, aber die Patronen finden nicht ins Ziel, den anderen Tag treffe ich, aber mit dem Laufen klappt es nicht so.

Martin Fourcade (FRA)

Das war ein komisches Gefühl als ich auf die Scheibe schaute…das war nicht mein hellster Moment. Ich fühle mich gut und sehr glücklich aber auch ziemlich müde. Antholz ist ein guter Platz aber es ist auch sehr anstrengend. Die Wettkampfpause von einer Woche ist wirklich gut für mich.

Tobias Eberhard (AUT)

Das ist wirklich sehr wichtig für unsere Mannschaft. Wir hatten nun eine Menge Druck von den Medien. Es war ein idealer Zeitpunkt für uns zu zeigen, dass die Dinge sich auch wieder ändern können.

Michael Rösch (GER)

Der beste Biathlet aller Zeiten hat mich von den Beinen gehauen. Er hatte heute eine brutale Latte unterm Fuß und wollte mich in der Abfahrt überholen und hat mich agressiv nach außen gedrängt. Aber eben hat er sich entschuldigt. Ich war extrem aufgeregt, denn eine Staffel ist immer etwas besonderes und ich wollte mich natürlich auch anbieten.

Andi Birnbacher (GER)

Läuferisch habe ich gleich gemerkt, das es gut geht, weil ich hinterhergelaufen bin und keinerlei Probleme gehabt, dranzubleiben und habe mich eher etwas ausgeruht. Beim Liegendschießen war der Wind ein bisschen gewechselt, aber das war dann auch kein Problem. Stehend habe ich dann eine leichte Konzentrationsschwäche gehabt und habe mich dann schwer getan, mit dem Nachlader noch zu treffen. Unsere Mannschaft liegt sehr nahe beisammen. Wenn jeder seinen Job macht, dann schaffen wir auch ein solches Ergebnis.

Florian Graf (GER)

Ich habe Respekt gehabt vor den ganzen Topathleten auf meiner Runde und ich habe beim Schießen schon ein bisschen gezittert, und bin froh, dass ich mit je einem Nachlader durchkam. Es war ein super Rennen für mich, ich fühle mich ganz schön kaputt und freue mich auf die Pause. Die letzten Tage ging es ganz schön zäh in der Loipe, aber heute ging es besser.

Arnd Peiffer (GER)

Ich war zu aggressiv beim Stehendschießen, ich wusste, auf der Schlussrunde wird es schwer gegen Martin. Ich gehe ein bisschen auf dem Zahnfleisch. Ich fühle mich etwas platt und so musste ich alles rauslassen und gucken - entweder es klappt oder nicht. Es hat eher nicht geklappt. Ich hätte 0-5 schnell schießen müssen, um zu gewinnen. Ich habe es probiert und es kam die Strafrunde dabei raus. Das ist ärgerlich, aber wir haben den zweiten Platz gehalten, also kann ich damit leben.

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