Portrait - Kaisa Mäkäräinen (FIN)

Nadine Gärtner am 09.02.2009 - 16:32 Uhr
Steckbrief
Name: Kaisa Leena Mäkäräinen
Spitznamen: Kappa, Kaeppa, Kappaleena
Verein: Kontiolahden Urheilijat
Geburtsdatum: 11. Januar 1983
Geburtsort: Ristijãrvi/FIN
Wohnort: Jönsuu/FIN
Familie: Mutter Eira, Lehrerin, Vater Urho, Taxi- und Busfahrer, Brüder Toumas und Jaakko, Hunde Aatu und Retu
Ausbildung: Studentin (Lehramt Physik und Mathematik)
Familienstatus: in einer Beziehung
Sprachen: Finnisch, Englisch, Schwedisch
Selbstbeschreibung: "Lange blonde Haare, blaue Augen und gute Einstellung"
Hobbys: Sport gucken - ganz egal welchen, Musik hören (finnische Bands wie Nightwish oder Apulanta), Lesen (finnische Detektivbücher, Dan Brown), Website updaten und versuchen, Blumen und Pflanzen zum wachsen zu bringen
Lieblingsfarben: türkis, pink, weiß
Lieblingsessen: Steak, Pizza Mozzarella
Lieblingsgetränk: Wasser und Caffè Latte mit Schokoladensoße und Sahne
Lieblingsfilm: Mr. und Mrs. Smith (toller Humor!) und finnische Filme
Größe: 171 cm
Gewicht: etwa 58 kg
Homepage: www.kaisaleena.com

Erstes Skirennen mit vier Jahren
Kaisa Mäkäräinen wurde am 11. Januar 1983 im nordfinnischen Ristijãrvi geboren, wo ihre Familie auch heute noch lebt. Fast noch bevor sie laufen konnte, wurde sie bereits wie auch ihre Brüder von den Eltern auf Langlaufski gestellt und bestritt ihr erstes Skirennen im Alter von gerade einmal vier Jahren. Dem Langlaufsport blieb die sympatische Blondine viele Jahre treu, schaffte es aber nie in die Weltklasse, so dass sie sich im Alter von 20 Jahren zum Wechsel zum Biathlon entschied. Nach dem Schulabschluss im heimischen Ristijãrvi besuchte Kaisa einige Jahre die Sporthochschule von Sotkamo, bevor sie nach Jönsuu umsiedelte und dort Physik und Mathematik auf Lehramt studierte. "Wenn ich mit dem Studieren so weitermache wie in den letzten Jahren, werde ich mein ganzes Leben an der Universität sein", erklärt sie selbstkritisch, findet im Biathlonzentrum von Jönsuu jedoch auch optimale Trainingsbedingungen vor.

Aller Anfang ist schwer
Seit ihrem Wechsel zum Biathlon 2003 gehört Kaisa Mäkäräinen erwartungsgemäß eher zu den schnelleren Läuferinnen als zu den Top-Schützinnen. Ihre Trefferquote pendelte sich im Laufe der Jahre bei etwa 80 Prozent ein. Erstmals international im Biathlon in Erscheinung trat sie erst im Jahre 2004, wo sie noch einmal bei den Junioren-Weltmeisterschaften teilnehmen konnte. Ein Jahr später bestritt sie auch die "großen" Weltmeisterschaften in Hochfilzen, seit dem Winter 2005/2006 gehört Kaisa Leena Mäkäräinen, wie ihr vollständiger Name ist, voll und ganz zum finnischen Weltcup-Kader. Allerdings erlebte die Finnin zuerst eine sehr durchwachsene Saison im Weltcup mit vielen schwachen Rennen, kratzte aber auch gelegentlich immer wieder an den Weltcuppunkten. Ihren ersten Achtungserfolg landete Kaisa aber schon zum Saisonauftakt 2006/07, als sie als Elfte im Vorderfeld mitmischen konnte. Zuvor hatte sie allerdings zunächst eine Durststrecke zu überwinden, die darin gipfelte, dass sie nicht für die Olympischen Winterspiele 2006 nominiert wurde und nur ein einziger Biathlet die finnischen Farben in Turin vertrat.

"Morgen besser sein als heute"
"Be better tomorrow than today!" Dieses Lebensmotto sog Kaisa immer mehr in sich auf und verbesserte sich stetig. Seit dem Januar 2007 tauchte sie immer wieder unter den besten Zehn im Weltcup auf und belegte bei der WM in Antholz die Ränge sieben und acht. Mit den Leistungen vor allem im Januar bewies sie, dass diese zuschauerträchtigen Strecken ("vor allem Oberhof ohne Nebel") ihre Lieblingsstrecke sind. Ihre ersten internationalen Titel fuhr sie im Sommer 2007 bei der Sommerbiathlon-WM ein, wo sie die Rollskirennen dominierte und beide Goldmedaillen einheimste. Kurz vor Weihnachten des selben Jahres konnte Kaisa über ihren ersten Podiumsplatz im Weltcup jubeln, dem sie nach starken Leistungen auch in Oberhof in Ruhpolding noch einen weiteren Stockerlplatz folgen ließ. Same procedure as every year - auch in der Saison 2008/2009 sollte die stärkste Zeit Mäkäräinens auf ihren Lieblingsstrecken nach dem Jahreswechsel folgen. Vor allem in Antholz wusste sie zu überzeugen und verpasste ihren ersten Sieg mit einem zweiten und dritten Rang nur knapp. Ist bei den Weltmeisterschaften in Pyeong Chang noch mehr drin?

Erfolge
Weltmeisterschaften:
- 7. Platz im Massenstart 2007
- 8. Platz im Einzel 2007
Weltcup:
- 2x Platz 2
- 2x Platz 3
- 15 weitere Top10-Plätze
- Gesamtweltcup Platz 13 im Winter 2007/2008
Sonstiges:
- Doppelweltmeisterin im Sommerbiathlon auf Skirollern in Sprint und Verfolgung 2007
Saison
Gesamt Einzel Massenstart Verfolgung Sprint
2011/2012
4. 999 2. 116 5. 187 4. 309 3. 387
2010/2011
1. 1005 6. 131 8. 140 1. 343 2. 391
2009/2010
22. 418 43. 26 16. 106 28. 84 17. 202
2008/2009
14. 557 27. 47 9. 140 10. 178 17. 192
2007/2008
15. 513 34. 31 15. 121 18. 136 12. 225
2006/2007
26. 359 11. 94 12. 101 37. 57 30. 107
grau = Weltcup-Punkte